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Historische Mobilität

Artikel rund um die historische Mobilität

Die größten Auto-Prozesse

Mit dem Aufbau des Patentwesens im 9. Jahrhundert wurde die Strafverfolgung von Patentverletzern möglich. Wenig kümmerte das die Amerikaner, die staunend verfolgten, was in Europa geschah, sich aber wenig darum kümmerten, wer was erfunden hatte. So gab es in Nord-Amerika besonders viele Nachbauer der Benzinkutschen von Carl Benz, von Gottlieb Daimler und von Panhard-Levassor. Die meisten Prozesse um das Automobil sind im Dunkeln der Geschichte verschwunden. Doch einige große Gerichtsverfahren sind überliefert. Davon erzählt Hanns-Peter von Thyssen-Bornemissza, ein Journalist und Fachbuchautor, den ältere Kollegen noch unter dem Namen Hanns-Peter Rosellen kennen.

Herbst 1936: Mercedes-Benz stellt neue Geschwindigkeitsrekorde auf: Mit der Kraft aus zwölf Zylindern auf 372,102 km/h

Ein neues Rekordfahrzeug mit Stromlinienkarosserie und vollverkleideten Rädern sowie ein ebenfalls neuer V12-Kompressormotor mit 453 kW (616 PS): Damit geht Rudolf Caracciola, Grand-Prix-Europameister von 1935, im Herbst 1936 für Mercedes-Benz auf Rekordjagd. Die Mission gelingt. 372,102 km/h erzielt der Rennfahrer am 26. Oktober 1936 als Spitzenwert, und am 11. November 1936 legt er die neue Weltrekordmarke für 10 Meilen mit fliegendem Start auf 333,489 km/h. Insgesamt verbessert Caracciola fünf bestehende internationale Klassenrekorde der Klasse B für Fahrzeuge mit 5 bis 8 Liter Hubraum und setzt eine Weltrekordmarke neu.

Alfa Romeo Giulia Sprint GTA wird 1966 Europameister

In den 1960er Jahren ist der Motorsport mit Tourenwagen eine große Nummer. Die Langstreckenrennen auf dem Nürburgring, in Monza, Brands Hatch, Budapest oder Zandvoort locken Hunderttausende von Fans an. Sie identifizieren sich stark mit den äußerlich wie Serienautos aussehenden Rennern. Außerdem sind hier - anders als in der zu dieser Zeit von britischen Privatteams dominierten Formel 1 - einige der großen Automobilhersteller werksseitig engagiert.

Fiat Dino Spider - Bella Figura mit Rennmotor

Zündschlüssel ein wenig drehen. Die Benzinpumpe nimmt mit leisem Ticken ihren Dienst auf, die transistorgesteuerte Dinoplex C sortiert leise sirrend die Zündfunken. Wenn das langsamer werdende Tack-Tack anzeigt, dass sämtliche Schwimmerkammern der drei Doppelvergaser geflutet sind, und der leise Summton der Motorelektronik die höchste Frequenz erreicht hat, das Gaspedal zwei, drei Mal kräftig durchtreten, dann den Zündschlüssel ganz herumdrehen - der V6-Zylinder erwacht auf die erste Anlasserumdrehung mit heiserem Brüllen zum Leben. Schon das Startritual verrät: Unter der langen Haube des Fiat Dino Spider arbeitet ein Rennmotor. Und zwar einer von Ferrari.

Alfa Romeo Spider - vom „Graduate Car" zur Klassiker-Legende

Der Film war der Durchbruch für zwei Jahrhundert-Talente. Dustin Hoffman spielte in „Die Reifeprüfung" den innerlich zerrissenen Benjamin Braddock so überzeugend, dass der Aufstieg zur Hollywood-Ikone vorgezeichnet war. Und Braddocks Alfa Romeo Spider passte derart gut in die Atmosphäre des im Leben der kalifornischen High-Society angesiedelten Streifens, dass er sich als eines der wichtigsten Filmautos der Geschichte ins kollektive Gedächtnis der Kinofans einbrannte. Und so gilt der im Original „The Graduate" genannte Streifen als eines der ersten gelungenen „Product Placements" der Kinogeschichte. Der Alfa Romeo Spider wurde nicht nur in manchen Gegenden der USA zum Inbegriff des „Graduate Car". Des Autos also, das man von den wohlhabenden Eltern zum Hochschulabschluss geschenkt bekommt.

Václav Laurin - Techniker, Mobilitätspionier und Unternehmer

  • Václav Laurin wurde am 27. September 1865 im böhmischen Kameni geboren
  • 1895 gründete Laurin zusammen mit Václav Klement das ŠKODA AUTO Vorgängerunternehmen Laurin und Klement (L&K)
  • 1905 baute L&K das erste Automobil der Marke, die legendäre Voiturette A
  • Erfolgreich aus Tradition: ŠKODA AUTO feiert in diesem Jahr 120 Jahre Unternehmensgeschichte