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Historische Mobilität

Artikel rund um die historische Mobilität

ŠKODA 130 RS (1975): ein Star auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs

  • Der ŠKODA 130 RS zählte Ende der 1970er- und Anfang der 1980er-Jahre zu den erfolgreichsten Rallye- und Rennfahrzeugen in Europa
  • 1981 wurde ŠKODA mit dem 130 RS Europameister in der Markenwertung der Tourenwagen-EM, das Fahrzeug verzeichnete auch zahlreiche Erfolge in der Rallye-WM, etwa bei der Rallye Monte Carlo 1977
  • Die Leistung des traditionellen, hinter den Hinterrädern verbauten OHV-Motors mit 1.300 ccm Hubraum steigerte man in Mladá Boleslav auf 142 PS
  • ŠKODA 130 RS wurde in der Original-Werksausführung fast 200 Mal produziert

ŠKODA SPIDER B5 (1972) und ŠKODA SPIDER II (1975) – Prototypen für die Rennstrecke

  • Die Prototypen ŠKODA SPIDER B5 und ŠKODA SPIDER II zählten in der zweiten Hälfte der 1970er-Jahre zu den schnellsten und exotischsten Fahrzeugen auf den Rennstrecken in der damaligen Tschechoslowakei
  • Verbauter Prototypenmotor aus der Baureihe Š 720 OHC leistete bis zu 180 PS
  • ŠKODA SPIDER B5 gehört zu den Highlights in der Sammlung des ŠKODA Museums
  • ŠKODA SPIDER II absolvierte das bekannte Ecce Homo Bergrennen in Šternberk als erstes Fahrzeug überhaupt in unter vier Minuten

Mercedes-Benz 300 S: traumhafte Synthese zwischen Luxus und Sport

  • Vor 70 Jahren: Mit diesem Fahrzeug erobert Mercedes-Benz erneut „einen der allerhöchsten Ränge, die der internationale Automobilbau zu vergeben hat“
  • Der 300 S ist der Star auf dem Autosalon Paris (4. bis 14. Oktober 1951)
  • Begehrtes Fahrzeug damals wie heute – und hochexklusiv
  • Aktuelle Expertise von Mercedes-Benz Classic für die originalen Messefahrzeuge von 1951

ŠKODA 130 LR (1984): Letztes Motorsportmodell aus Mladá Boleslav mit Heckmotor

  • Aufbau des Rallye-Fahrzeugs nach dem Reglement der berühmten Gruppe B mit großem Spielraum für technische Anpassungen gegenüber Serienmodellen
  • Ladislav Křeček und Bořivoj Motl belegten im ŠKODA 130 LR 1986 den 6. Platz der Gesamtwertung bei der Rallye San Remo – das bis dahin beste Ergebnis für ŠKODA
  • Verbot der Gruppe B Ende des Jahres 1986 setzte auch der kurzen internationalen Karriere des 130 LR ein Ende
  • Die Modelle 130 LR und 130 L/A waren die letzten ŠKODA Rallye-Fahrzeuge mit Heckmotor

ŠKODA F3, Typ 992 (1964): Formel-Rennwagen der Europaklasse

  • Monoposto ŠKODA F3 gehörte in den 1960er-Jahren zu den Top-Rennwagen der gleichnamigen Formel-Rennkategorie
  • Technik aus dem ŠKODA 1000 MB, 1,0-Liter-Heckmotor mit einer Leistung von 90 PS, Gewicht von 420 Kilogramm und 210 km/h Spitzengeschwindigkeit
  • Gewinn der tschechoslowakischen Meisterschaft 1966 durch Jaroslav Bobek, 1968 triumphierte Miroslav Fousek in der damaligen F3-Meisterschaft der sozialistischen Länder

ŠKODA 1101 ,Tudor‘ (1946): Geschichte eines Multitalents

  • 1946 rollte in Mladá Boleslav der erste ŠKODA 1101 ,Tudor‘ vom Band
  • Mit der Fertigung dieses ersten Nachkriegsmodells startete zugleich die Kooperation der Standorte Mladá Boleslav, Kvasiny und Vrchlabí
  • Trotz seines Spitznamens ,Tudor‘ war der vielseitige ŠKODA 1101 noch in zahlreichen weiteren Karosserievarianten erhältlich
  • Zwischen 1946 und 1952 verließen insgesamt 66.904 zivile Exemplare sowie 4.237 Spezialausführungen für Streitkräfte die Werkshallen in Mladá Boleslav
  • In mehr als 70 Ländern weltweit fand der ŠKODA 1101 viele begeisterte Kunden: Der Exportanteil lag bei über 65 Prozent
  • Zusätzlich fuhr die Baureihe ŠKODA 1101/1102 auch zahlreiche bedeutende Motorsporterfolge ein

ŠKODA 1100 OHC (1957): der schöne Traum von Le Mans

Die Entwicklung des zweisitzigen Sportwagens begann im Frühling 1956 – mit einem erklärten Ziel: Der Bolide sollte an die bis dato erste und einzige Teilnahme eines ŠKODA Werkswagens am prestigeträchtigen 24-Stunden-Rennen von Le Mans (1950) anknüpfen. Das Rennfahrzeug basierte auf einem aus dünnwandigen Stahlrohren verschweißten Gitterrahmen. Damit unterschied es sich von den Vorläufermodellen ŠKODA SPORT und SUPERSPORT, die eine modifizierte Version des robusten Fahrwerks aus dem Serienmodell ŠKODA 1101 nutzten. Um ein möglichst gutes Fahrverhalten zu erreichen, verteilte man die Last ideal auf beide Achsen. Kupplung, Fünfganggetriebe sowie das Verteilergetriebe waren im Heck verbaut, wo sie eine zusammenhängende Montageeinheit bildeten.

Laurin & Klement Baureihe S

  • Am 16. April 1911 präsentierte Laurin & Klement mit der Baureihe S sein zu jener Zeit meistverkauftes Modell
  • Bis 1924 wurden mehr als 2.000 Einheiten in zahlreichen verschiedenen Ausführungen gebaut, einschließlich des Coupés Lady oder der Doppellimousine Kavalier
  • Die Fahrzeuge von Laurin & Klement sprachen auch internationale Kunden an und verkauften sich vom British Empire bis ins russische Kaiserreich
  • Die Baureihe S bewährte sich bei anspruchsvollen Rennen und Wettbewerben und belegte beispielsweise den 6. Platz bei der Targa Florio 1914

Laurin & Klement SLAVIA B

Das Motorradmodell Laurin & Klement SLAVIA B spielt in der Unternehmensgeschichte von Laurin & Klement eine ganz besondere Rolle: Es war das erste Motorrad, mit dem das Unternehmen aus Mladá Boleslav im Jahr 1901 an einem internationalen Rennen teilnahm. Der Langstreckenmarathon von Paris nach Berlin galt damals als die härteste Herausforderung seiner Zeit. Werksfahrer Narcis Podsedníček schrieb dort auf Anhieb Geschichte: Als einziger Teilnehmer in seiner Klasse erreichte er das Ziel, zum Sieger erklärt wurde er allerdings trotzdem nicht.