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Historische Mobilität

Artikel rund um die historische Mobilität

Renault 16: Als Frankreich noch den Ton angab

Der Renault 16 war eine Sensation! Als erste Limousine der oberen Mittelklasse mit Schrägheck, großer Kofferraumklappe und variablem Innenraumkonzept ließ er 1965 die konventionelle Stufenheck-Konkurrenz mit einem Schlag alt aussehen. Die Sitzlandschaft des Renault 16 ließ sich in sieben Positionen variieren. Damit erwies er sich als Vorläufer als würdiger Verwandter des R 4, der 1961 die Formel „maximaler Innenraum bei minimalem Verkehrsflächenbedarf“ erstmals perfekt umgesetzt hatte. Rennsportlegende Stirling Moss nannte den Renault 16 „das am intelligentesten konstruierte Automobil“, das er je gesehen habe. Die Zeitschrift „mot Auto-Kritik“ verspürte gar „eine Ohrfeige für die deutsche Automobiltechnik“ und erhob ihn euphorisch zum „neuen Maßstab“ für die Branche. Er trat in einer Zeit an, in das Stufenheck als Maß der Dinge galt, wahlweise in den Varianten Ponton- oder Trapezformkarosserie, auf jeden Fall aber kreuzkonservativ.

Alfa Romeo 75

1985 feiert Alfa Romeo 75. Geburtstag. Pünktlich zum Jubiläum wird am 17. Mai des Jahres ein neues Modell vorgestellt, das aus diesem Anlass den Namen 75 (Baureihencodes 161 und 162B) trägt. Die Mitteklasse-Limousine ersetzt offiziell die Giulietta und steht technisch dem Alfetta-Nachfolger Alfa Romeo 90 nahe. Um möglichen Entscheidungsproblemen seitens der Kunden aus dem Weg zu gehen, werden beide Viertürer deutlich unterschiedlich positioniert. Während der Alfa Romeo 90 sich einen Namen als luxuriöse Reiselimousine mit Prestigeanspruch macht, begeistert der von Entwicklungschef Domenico Chirico verantwortete Alfa Romeo 75 die Sportler unter den Fans der Marke.

Fiat 600

Der von Dante Giacosa konstruierte Fiat 600 läutet 1955 eine neue Ära bei Fiat ein. Der preiswerte Kleinwagen setzt mit technischen Innovationen wie wassergekühltem Heckmotor und Einzelradaufhängung Maßstäbe. Vier Sitze bieten der ganzen Familie Platz. Die sogar sechssitzige Version Fiat 600 Multipla wird nur ein Jahr später zum Urahn aller modernen Minivans.

Citroën DS

Als im Oktober 1955 der Pariser Automobilsalon seine Pforten öffnete, hatte „La Déesse“, „die Göttin“, auf dem Citroën Stand ihren ersten großen Auftritt. Die Besucher gerieten ins Schwärmen über zwei seinerzeit revolutionäre Features: die erstmals in der Citroën DS eingesetzte Hydropneumatik und das stromlinienförmige Design von Citroën Star-Designer Flaminio Bertoni.

Turbo-Technik bei Porsche: Vom Schluckspecht zum Sparfuchs

1974 stellte Porsche erstmals den 911 Turbo vor. 1975 ging er in Serie: Mit 260 PS saustark, mit 260 Sachen sauschnell und mit 65 800 Mark sauteuer wie kein anderes deutsches Auto. Für die Leistungsexplosion sorgte ein Abgasturbolader. Seitdem steht Porsche quasi als Synonym für diese Technik.

Citroën CX

Am 26. August 1974 wurde der Citroën CX erstmals präsentiert. Als Nachfolger des legendären Citroën DS war das Modell der oberen Mittelklasse die Synthese aller technischen Entwicklungen von Citroën. In Deutschland wurden zwischen 1974 und 1991 insgesamt 111.049 Einheiten des Citroën CX verkauft. Besondere Bekanntheit erlangte der Citroën CX in den 80er Jahren in Deutschland als Dienstfahrzeug eines TV-Kriminalkommissars aus Duisburg.

Der Schlörwagen: Seit 1939 Messlatte für Aerodynamik

1939 stellten Strömungsforscher der Aerodynamischen Versuchsanstalt Göttingen (AVA) ein Auto vor, das lange Zeit als konsequenteste Umsetzung der Aerodynamik im Fahrzeugbau galt: den so genannten Schlörwagen. Um den Verbleib des Fahrzeuges ranken sich zahlreiche Mythen. Einige der Rätsel konnten jetzt im Archiv des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Nachfolger der AVA, gelöst werden.

Volvo Sport (P1900)

  • Ein rassiger und rarer Roadster als erster schwedischer Sportwagen
  • Erstes europäisches Serienfahrzeug mit Fiberglas-Karosserie
  • Wegbereiter für die Sportwagenikone Volvo P1800