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Die Initiative Kulturgut Mobilität e.V. ist eine unabhängige, nichtkommerzielle Interessensvertretung der Oldtimerszene. Sie setzt sich für den Erhalt des historischen mobilen Erbes und der Möglichkeit zur Teilnahme von Oldtimern am Straßenverkehr ohne staatliche Restriktionen ein.

... denn mobiles Kulturgut braucht eine Zukunft!

„Das Verbrennerverbot ist ein Denkverbot"

"Die Abstimmung im EU-Parlament ist eine schlechte Nachricht für die industrielle Stärke und Nachhaltigkeit der EU“, erklärte jetzt Hartmut Rauen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Damit werde der Verbrennungsmotor für Pkw de facto verboten. Dies – so Rauen – bedeute nicht, dass die EU ihre Führungsrolle bei Verbrennungsmotor-Technologien hergebe, sondern auch, dass eine nachhaltige technologische Option mit großem Potenzial aufgegeben werde.

Ein gewaltiger Schaden für den Klimaschutz

Einen vorläufigen Höhepunkt des ideologiegetriebenen Kampfes gegen bezahlbare Automobilität nennt der UNITI-Bundesverband mittelständischer Mineralölunternehmen den Beschluss des EU-Parlaments für ein faktisches Neuzulassungsverbot für Verbrenner ab dem Jahr 2035. Vor allem die Entscheidung, CO2-neutrale e-Fuels nicht im Rahmen der CO2-Flottenregulierung anzurechnen, sei sachlich nicht begründbar.

Anrechenbarkeit erneuerbarer Kraftstoffe auf EU-Flottenziele / Schutz historischer Fahrzeuge

in Deutschland wurden 2020 ca. 6 TWh Windenergie abgeregelt, also verworfen, weil keine Möglichkeit bestanden hat, diese Strommengen zu speichern. Es gibt nicht viele Möglichkeiten, große Mengen elektrischer Energie zu speichern: Akkus kommen nur für erheblich kleinere Strommengen in Frage und Pumpspeicherkraftwerke stellen einen schweren Eingriff in die Natur dar (und sind obendrein nur in Regionen geeigneter Topographie umsetzbar), so dass einzig die Speicherung elektrischer Energie auf chemischem Wege eine wirkliche Alternative ist, wobei e-Fuels den charmanten Vorteil bieten, dass sie erlauben, vorhandene Infrastruktur (Tankschiffe und -wagen, Pipelines, Raffinerien, Tankstellen, Schiffe, Luftfahrzeuge, landwirtschaftliche Maschinen, Fahrzeuge auf Straße und Schiene, Gebäudeheizungen, industrielle Großfeuerungsanlagen und vieles mehr) einfach weiter zu betreiben. Mit Energie, die sonst ungenutzt verworfen worden wäre oder nie einer sinnvollen Nutzung hätte zugeführt werden können.

Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt

Dieses Zitat stammt aus Schillers "Wilhelm Tell", es könnte aber auch das eine oder andere Nachbarschaftsverhältnis von Oldtimerfreunden kennzeichnen. Grundsätzlich ist es immer ratsam, sich gut mit den Nachbarn zu stellen. Dies gelingt aber nicht immer, wie u. a. manche Gerichtsverfahren belegen. So gibt es immer wieder auch Nachbarn, die sich darüber beschweren, dass auf dem Grundstück eines Oldtimerfreundes Schrott oder sonstiger verbotener Abfall rechtswidrig gelagert werde. Was der eine als Abfall ansieht, ist für den anderen ein Restaurierungsobjekt oder zumindest ein sogenannter Teileträger. Wenn beide Parteien diese Frage nicht bei einer guten Kasse Kaffee oder einem Glas Bier intern klären können, kommen oft die Behörden ins Spiel, hier die Abfallämter. Wenn diese das "alte Blech" dann auch für Abfall halten, droht gleich zweierlei Ungemach. Lesen Sie weiter in der Rubrik Oldtimerrecht.

Begeisterung für Oldtimer ungebrochen – eindrucksvolles Zeugnis der historischen Entwicklung der Mobilität

In Deutschland waren am 1. Januar 2022 rund 648.000 Pkw mit H-Kennzeichen oder mit der Emissionsklasse 0098* angemeldet. Das ergab eine aktuelle Auswertung des Oldtimer-Bestandes in Deutschland durch den Verband der Automobilindustrie (VDA) und die BBE Automotive GmbH auf Grundlage von Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA). Damit stieg der Bestand von Pkw mit H-Kennzeichen sowie Emissionsklasse 0098 im Vergleich zum 1. Januar 2021 um rund 10 Prozent von 548.476 auf 648.365 Einheiten.

Werden Sie Teil der größten Petition für E-Fuels

Die Initiative Kulturgut Mobilität e.V. schließt sich der Forderung von eFuel Today an und unterstützt die von ihnen initiierte Petition. Schließlich berührt dieses Thema auch ganz stark den Weiterbertrieb und dadurch den Erhalt historischer Fahrzeuge. Die Petition zur Unterzeichnung finden Sie hier.

E-Fuels sind synthetisch erzeugte flüssige Kraft- und Brennstoffe auf Basis von grünem Wasserstoff und Kohlendioxid (CO2). Sie werden mit Hilfe von erneuerbarem Strom hergestellt. Das Kohlendioxid kann aus der Luft, aus Abfallstoffen biogener Herkunft oder aus Industrieprozessen genutzt werden. So wird bei ihrer Verbrennung kein zusätzliches CO2 frei, sondern nur das, was bei ihrer Herstellung verwendet wurde. E-Fuels sind deshalb klimaneutral. Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung sind E-Fuels enthalten, sie sollen nach derzeitigem Stand allerdings nur für Flugzeuge und Schiffe verwendet werden, unverständlicher Weise nicht für Pkw.

Wir fordern:

  • CO2-Sofortmaßnahmen im Verkehrssektor: Zulassung fossilfreier und flüssiger Kraftstoffe für alle Fahrzeuge im Straßenverkehr.
  • Diversifizierung der Energieversorgung: Förderung der Herstellung und des Imports von E-Fuels aus vielen verschiedenen Ländern der Welt.
  • Gleichstellung der Antriebe für die Anrechnung als klimaneutral.