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Historische Mobilität

Artikel rund um die historische Mobilität

Alfa Romeo Giulia Sprint GTA wird 1966 Europameister

In den 1960er Jahren ist der Motorsport mit Tourenwagen eine große Nummer. Die Langstreckenrennen auf dem Nürburgring, in Monza, Brands Hatch, Budapest oder Zandvoort locken Hunderttausende von Fans an. Sie identifizieren sich stark mit den äußerlich wie Serienautos aussehenden Rennern. Außerdem sind hier - anders als in der zu dieser Zeit von britischen Privatteams dominierten Formel 1 - einige der großen Automobilhersteller werksseitig engagiert.

Fiat Dino Spider - Bella Figura mit Rennmotor

Zündschlüssel ein wenig drehen. Die Benzinpumpe nimmt mit leisem Ticken ihren Dienst auf, die transistorgesteuerte Dinoplex C sortiert leise sirrend die Zündfunken. Wenn das langsamer werdende Tack-Tack anzeigt, dass sämtliche Schwimmerkammern der drei Doppelvergaser geflutet sind, und der leise Summton der Motorelektronik die höchste Frequenz erreicht hat, das Gaspedal zwei, drei Mal kräftig durchtreten, dann den Zündschlüssel ganz herumdrehen - der V6-Zylinder erwacht auf die erste Anlasserumdrehung mit heiserem Brüllen zum Leben. Schon das Startritual verrät: Unter der langen Haube des Fiat Dino Spider arbeitet ein Rennmotor. Und zwar einer von Ferrari.

Alfa Romeo Spider - vom „Graduate Car" zur Klassiker-Legende

Der Film war der Durchbruch für zwei Jahrhundert-Talente. Dustin Hoffman spielte in „Die Reifeprüfung" den innerlich zerrissenen Benjamin Braddock so überzeugend, dass der Aufstieg zur Hollywood-Ikone vorgezeichnet war. Und Braddocks Alfa Romeo Spider passte derart gut in die Atmosphäre des im Leben der kalifornischen High-Society angesiedelten Streifens, dass er sich als eines der wichtigsten Filmautos der Geschichte ins kollektive Gedächtnis der Kinofans einbrannte. Und so gilt der im Original „The Graduate" genannte Streifen als eines der ersten gelungenen „Product Placements" der Kinogeschichte. Der Alfa Romeo Spider wurde nicht nur in manchen Gegenden der USA zum Inbegriff des „Graduate Car". Des Autos also, das man von den wohlhabenden Eltern zum Hochschulabschluss geschenkt bekommt.

Václav Laurin - Techniker, Mobilitätspionier und Unternehmer

  • Václav Laurin wurde am 27. September 1865 im böhmischen Kameni geboren
  • 1895 gründete Laurin zusammen mit Václav Klement das ŠKODA AUTO Vorgängerunternehmen Laurin und Klement (L&K)
  • 1905 baute L&K das erste Automobil der Marke, die legendäre Voiturette A
  • Erfolgreich aus Tradition: ŠKODA AUTO feiert in diesem Jahr 120 Jahre Unternehmensgeschichte

Alfa Romeo Giulia Sprint GTA - durch Leichtbau zum Seriensieger

In den 1960er Jahren orientiert sich Alfa Romeo im Motorsport neu. Nach zwei gewonnenen Formel-1-Weltmeisterschaften - 1950 durch Giuseppe „Nino" Farina, 1951 durch Juan Manuel Fangio - sind nun Tourenwagen-Rennen ein wichtiges Betätigungsfeld. International bedeutendste Serie ist die 1963 erstmals ausgetragene „European Touring Car Challenge" (Europapokal), die 1970 in den offiziellen Rang einer Europameisterschaft befördert wird. Die Langstreckenrennen auf dem Nürburgring, in Monza, Brands Hatch oder Zandvoort locken Zehntausende von Fans an. Anfangs zählten außerdem populäre Bergrennen wie zum Beispiel am Timmelsjoch zum Europapokal.

Renault 16: Als Frankreich noch den Ton angab

Der Renault 16 war eine Sensation! Als erste Limousine der oberen Mittelklasse mit Schrägheck, großer Kofferraumklappe und variablem Innenraumkonzept ließ er 1965 die konventionelle Stufenheck-Konkurrenz mit einem Schlag alt aussehen. Die Sitzlandschaft des Renault 16 ließ sich in sieben Positionen variieren. Damit erwies er sich als Vorläufer als würdiger Verwandter des R 4, der 1961 die Formel „maximaler Innenraum bei minimalem Verkehrsflächenbedarf“ erstmals perfekt umgesetzt hatte. Rennsportlegende Stirling Moss nannte den Renault 16 „das am intelligentesten konstruierte Automobil“, das er je gesehen habe. Die Zeitschrift „mot Auto-Kritik“ verspürte gar „eine Ohrfeige für die deutsche Automobiltechnik“ und erhob ihn euphorisch zum „neuen Maßstab“ für die Branche. Er trat in einer Zeit an, in das Stufenheck als Maß der Dinge galt, wahlweise in den Varianten Ponton- oder Trapezformkarosserie, auf jeden Fall aber kreuzkonservativ.

Alfa Romeo 75

1985 feiert Alfa Romeo 75. Geburtstag. Pünktlich zum Jubiläum wird am 17. Mai des Jahres ein neues Modell vorgestellt, das aus diesem Anlass den Namen 75 (Baureihencodes 161 und 162B) trägt. Die Mitteklasse-Limousine ersetzt offiziell die Giulietta und steht technisch dem Alfetta-Nachfolger Alfa Romeo 90 nahe. Um möglichen Entscheidungsproblemen seitens der Kunden aus dem Weg zu gehen, werden beide Viertürer deutlich unterschiedlich positioniert. Während der Alfa Romeo 90 sich einen Namen als luxuriöse Reiselimousine mit Prestigeanspruch macht, begeistert der von Entwicklungschef Domenico Chirico verantwortete Alfa Romeo 75 die Sportler unter den Fans der Marke.