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"Energieberater" und CO²

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7 Jahre 6 Monate her - 7 Jahre 6 Monate her #37927 von oldierolli
Hallo, man sollte nur mal ganz "unten" anfangen zu analysieren statt aktionistisch zu sein. In manchen "Energiegutachten" wird doch tatsächlich empfohlen, wg. CO² die elektrischen Durchlauferhitzer zu entfernen und eine zentrale (!) Warmwasserversorgung mit Gas/Öl über die Heizung zu betreiben. HA HA: wenn man ÖKO-Strom fürs Warmwasser bezieht, ist doch das die schnellste Möglichkeit CO² zu vermeiden... Öko-"Spezialisten" aufs Glatteis führenden Gruß. Rolf
Letzte Änderung: 7 Jahre 6 Monate her von oldierolli.

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7 Jahre 6 Monate her #37928 von Ralf
Was erwartest Du, wenn solche Gutachten durch Berufszweige erstellt werden dürfen, deren wirtschaftliches Hauptinteresse nicht die Erstellung des Gutachtens, sondern die Umsetzung der gegebenen Ratschläge sein kann? Dachdecker, Heizungsinstallateure & Co.kommen schnell in Interessenskonflikte.
Abgesehen davon haben Durchlauferhitzer mit ihrer hohen Anschlußleistung und ihrem gepulsten Betrieb in der Tat ein Problem: Zukünftige Stromnetze verkraftes es nicht mehr so gut, wenn hohe Lasten plötzlich und sekunden(bruchteil)weise irgendwo zu- und abgeschaltet werden. Aber das hat natürlich nichts unmittelbar mit dem CO2-Argument zu tun...
Güße
Ralf

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7 Jahre 6 Monate her #37929 von Fred
Es kommt ja immer auf den konkreten Einzelfall an. Die pauschale Aussage von Rolli würde ich so auch nicht unterstützen (bin vom Fach). Wenn im Haus schön verteilt solche Durchlauferhitzer hängen ist es ja nicht damit getan, dass man nur die Dinger abhängt. Dann müssen auch noch Leitungen quer durch`s Haus gezogen werden. Wer macht das bitte als Einzelmaßnahme?
Wird die Heizung noch mit Alternativbeheizungen nachgerüstet - also z.B. Solar - dann kommt man schon ins grübeln. Vorrausgesetzt, man muss nicht wieder quer durchs Haus die Leitungen ziehen ohne nicht sowieso weitere Sanierungsmaßnahmen zu machen.
Manchmal ist es sinnvoll die Erhitzer rauszuwerfen, aber meist belässt man es bei der dezentralen Versorgung, weil der Aufwand zu groß wäre, das auf zentral umzustellen. Um den Bogen auf CO2 zu kriegen, man verbrät mehr CO2 in der Erstellung (und damit Geld) als man hinterher sparen würde.

Hier bei uns in der Gegend gibt es kaum Durchlauferhitzer, weil man die nach kurzer Zeit auf den Müll werfen kann. Ist zuviel Kalk im Wasser. Da sind eher noch die 5lit UT Speicher oder die wandhängenden 80 lit WW Speicher angesagt. Der Hauptanteil sind aber zentrale WW Speicher mit denen manche Eingentümer aber auch nicht mehr so glücklich sind, weil man bekanntlich seit 2 Jahren diese Anlagen (unter bestimmten Vorraussetzungen) jährlich auf Legionellen prüfen lassen muss.


Fred

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7 Jahre 6 Monate her #37931 von Sierra
Wer sind wir überhaupt, daß wir uns anmaßen, das CO2-Aufkommen beeinflussen zu können?

Ich hab im Focus gelesen, daß nur 4% des weltweiten CO2 menschlichen Ursprungs sind. Weltweit.

Alles, was von Politikern in Richtung CO2-Einsparung geht, kann nur bedeuten: Wir wollen Euch klein, dumm und arm halten.

Gruß
Michael

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7 Jahre 6 Monate her #37932 von oldierolli
@ Michael: ...klein, dumm und arm... Damit beißen nicht nur Politiker, sondern auch Institutions-"Obere" bei mir voll auf Granit. Auf meinem Grabstein würde ich am liebsten geschrieben wissen: "Er war für die Mächtigen und Superreichen dieser Welt völlig nutzlos". Passiv "terrorisierenden" Gruß. Rolf

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7 Jahre 6 Monate her #37936 von Ralf

Sierra schrieb: Wer sind wir überhaupt, daß wir uns anmaßen, das CO2-Aufkommen beeinflussen zu können?

Das ist nicht wirkich schwierig und hat einen Sack voll Gründe:
Zum einen macht CO2 einen sehr kleinen Bruchteil der Atmosphäre aus (1/2500).
Durch das Verbrennen fossiler Brennstoffe emittiert der Mensch 35 Milliarden Tonnen CO2 pro Jahr. Dummerweise zieht die dadurch verursachte Erwärmung der Atmosphäre eine große CO2-Emission nach sich: Umso wärmer die Meere, desto weniger CO2 können sie binden, wodurch grosse CO2-Mengen freigesetzt werden. Parallel werden immer weiter Waldflächen (die normalerweise atmosphärisches CO2 binden würden) gerodet.
Schließlich ist CO2 nur ein Teil des Problems, Symbolpolitik und populäre Vereinfachung lassen grüßen - Methan und Wasserdampf leisten ihren Zusatzbeitrag zum Problem.
Übrigens: Der CO2-Anteil an der Atmosphäre war vor 50 Jahren nur 1/3000 - die Natur ist immer noch dieselbe, die Verbrennungsaktivitäten der Menschheit (die sich in dieser Zeit nebenbei bemerkt mehr als verdoppelt hat) haben hingegen drastisch zugenommen.
Ein Mensch kann sicherlich weder großes Unheil an der Natur anrichten noch dieses Unheil vermeiden. 80 Millionen zugegebenermaßen auch nicht wirklich (zumal sehr viel gewonnen wäre, wenn in allen Industriestaaten die pro-Kopf-CO2-Emisson so gering wäre wie hierzulande). Aber bei 7 Milliarden Menschen sieht es schon anders aus ...
Und genau da liegt das Problem: Der Mensch an und für sich schmutzt halt etwas. Er will sich ein Dach über'm Kopf bauen, will landwirtschaftliche Nutzflächen haben, Viehzucht betreiben, im Winter nicht im Kalten sitzen, was warmes zu essen haben und abends nicht im Dunklen.
Das war vor 2000 Jahren nicht anders als heute, aber die Weltbevölkerung hat sich seither verfünfunddreißigfacht...
Grüße
Ralf

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7 Jahre 6 Monate her #37937 von oldierolli
Hallo, genau das sehen aber "gewisse" Ideologen nicht, während Helmut Schmidt schon vor etlichen Jahren vor der Überbevölkerung warnte. Ich spende auch nichts für "geburtenstarke" Länder, außer es würden dafür Verhütungsmethoden finanziert. Zukunftsorientierten Gruß. Rolf

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7 Jahre 6 Monate her - 7 Jahre 6 Monate her #37962 von goggo

Ralf schrieb: Abgesehen davon haben Durchlauferhitzer mit ihrer hohen Anschlußleistung und ihrem gepulsten Betrieb in der Tat ein Problem: Zukünftige Stromnetze verkraftes es nicht mehr so gut, wenn hohe Lasten plötzlich und sekunden(bruchteil)weise irgendwo zu- und abgeschaltet werden. Aber das hat natürlich nichts unmittelbar mit dem CO2-Argument zu tun...
Güße
Ralf


Wie kommst Du denn darauf?? voltage dips sind im Rahmen der CE abnahme ganz normal enthalten und ich wüsste nicht das die rausgenommen werden? Woher hast Du die Info?
Letzte Änderung: 7 Jahre 6 Monate her von goggo.

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7 Jahre 6 Monate her - 7 Jahre 6 Monate her #37964 von Ralf
Bisher gibt es ja nur haufenweise Ideen. Die allerdings laufen alle in eine Richtung: Entnahme eines möglichst gleichmäßigen Stroms aus dem Netz, besser noch Konstanthalten der Last auf dem Netz (bzw. Verbrauch von Solarstrom direkt vor Ort so, wie er gerade anfällt) durch gezieltes Regeln der Entnahme privater Haushalte. Diese Phantasien sehen dann gigantische Lithium-Ionen-Akkupacks im Keller vor, die etwa einen Tagesverbrauch zwischenspeichern können und über die der Stromverbrauch des Haushalts entsprechend gepuffert wird. In diesen Plan passt dann auch das Elektroauto in der Garage, das -wenn es nicht benutzt wird- einen Teil seiner Akkukapazität als zusätzlichen Energiepuffer zur Verfügung steht. Vom Akku betreibst Du einen Durchlauferhitzer nicht, ausser Du nimmst ausufernde Kosten hin ....
Grüße
Ralf
Letzte Änderung: 7 Jahre 6 Monate her von Ralf.

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7 Jahre 6 Monate her #37965 von Ronnie1958
Es hat uns auch noch keiner dieser nassforschen Politiker erklärt, woher denn das ganze Lithium für diese Mengen an Akkumulatoren kommen soll. Allein das "Klimaziel", bis 2020 eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen zu haben, würde den Weltmarkt in eine Schieflage bringen. Es müsste bis 2020 eine vernünftige Dichte an Ladestationen geben, denn nicht jeder Autobesitzer verfügt über eine Garage oder einen festen Stellplatz, wo das Fahrzeug geladen werden kann. Diese Ladestationen müssten natürlich in den Wohngebieten und in der Nähe der Arbeitsstätten aufgebaut werden und nicht symbolträchtig bei Rathäusern. Es ist auch nicht ansatzweise zu erkennen, dass sich die Zahl der Recyclingbetriebe in eine Richtung entwickelt, dass man der anstehenden Flut verschlissener Akkus Herr werden könnte. Außerdem wäre es seitens der Politiker wünschenswert, wenn sie mit gutem Beispiel voran gingen und Elektrofahrzeuge für die Fahrbereitschaften anschaffen würden. Solange Abgeordnete und Mitarbeiter der Ministerien für Dienstfahrten lieber mit einem E320 Vorlieb nehmen, werden sie in der Bevölkerung keine steigende Akzeptanz hervorrufen.

Um aufs Startposting zu kommen: Dezentrale WW-Versorgung mit Gas und eine mit elektrischen DLEn in Nähe der Zapfstellen nehmen sich beim CO2 nichts. Bei ersterer muss man ganztägig heißes Wasser im Speicher vorhalten und mittels Zirkulationsleitungen dafür sorgen, dass heißes Wasser an den Hähnen zur Verfügung steht. Das lässt sich nicht ohne Wärmeverluste realisieren. Bei der anderen Variante erhitzt man zwar nur dann das Wasser, wenn man es braucht, aber man muss auch regelmäßig eine bestimmte Menge ungenutzt weglaufen lassen, bis Wasser in gewünschter Temperatur aus dem Hahn kommt.

Eine andere Möglichkeit suche ich bisher vergebens. Es wäre möglich, überschüssige elektrische Energie aus dem Netz zu speichern, indem man mit ihr elektrisch beheizte Warmwasserspeicher betreibt, wodurch ein erheblicher Anteil fossil erzeugter Wärme ersetzt werden könnte. Das zieht nach sich, dass weniger Gas und Heizöl verkauft würde und erweckt in mir den Verdacht, dass auch hier Lobbyisten verhindern, dass diese Variante entwickelt wird.


Gruß, Ronnie

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