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Das Ende der Glühbirne ...

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12 Jahre 10 Monate her - 12 Jahre 10 Monate her #23145 von oldsbastel
ericstrip schrieb:

Und wieder ein Aktionismus, den keiner braucht.


Bevor hier wieder einer unqualifizierte Äußerungen abgibt, sollte er sich vielleicht erstmal mit der EuP-Richtlinie (auch "Ökodesign-Richtlinie" genannt) beschäftigen.

Hintergrund der EuP-RL ist das Kyoto-Protokoll, dass auch die EU und damit Deutschland unterschrieben hat.

Bis zur Verabschiedung der EuP-RL gab es lediglich zwei sektorale EU-Richtlinien, die sich mit der Energieeffizienz von Elektrogeräten beschäftigt haben (Kühl- und Gefriergeräte sowie Vorschaltgeräte für Leuchtstofflampen). Um die Vereinbarungen von Kyoto erfüllen zu können, wurde die EuP-RL verabschiedet. Die bislang existierenden Richtlinien über Kühl- und Gefriergeräte sowie Vorschaltgeräte werden zu Durchführungsmaßnahmen und verlieren ihren Status als sektorale Richtlinien.

Die EuP-RL ist eine horizontale Richtlinie, die in Zukunft weit mehr Produkte umfassen wird, als nur Kühlgeräte, Vorschaltgeräte und Glühbirnen. Derzeit sind weitere 19 Durchführungsmaßnahmen in der Pipeline (von der Unterhaltungselektronik bis hin zu Straßenlaterne). Und den Wirkungsgrad einer Glühbirne kann man glaube ich getrost als unübertroffen schlecht bezeichnen.

Durch die Anforderungen der EuP-RL an die Hersteller hat das Ganze (für mich) unter geschäftlichen Gesichtspunkten allerdings auch Vorteile. B)
Letzte Änderung: 12 Jahre 10 Monate her von oldsbastel.

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12 Jahre 10 Monate her #23146 von arondeman
Richtlinien- und Verordnungspapier ist (wie schon hundertemal auf EU-Ebene bewiesen) geduldig und beschließen kann man viel.
Sehr viel ernster und ernstzunehmender erscheinen mir da die von Ralf u.a. angesprochenen Aspekte, ob damit auch wirklich in den Bereichen, für die es Lösungen zu finden gilt, die angestrebten Wirkungen erzielt werden. An solchen Fragen und plausiblen Antworten bemisst sich nicht zuletzt die praxistauglichkeit und Akzeptanz einer Richtlinie.
Richtlinien sind nämlich kein Selbstzweck und auch kein Arbeitsbeschaffungsprogramm für irgendwen.
Ex cathedra kurzerhand zu sagen "Nun schmeißt mal sämtliche Leuchten und Beleuchtungseinrichtungen in euren Haushalten auf den Müll und schafft euch Beleuchtungseinrichtungen an, die für die von uns noch gnädigerweise erlaubten Leuchtmittel geeignet sind" ist jedenfalls eine sichere Lösung, um selbst die Gutwilligsten bei diesem Thema auf die Barrikaden zu bringen.

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12 Jahre 10 Monate her - 12 Jahre 10 Monate her #23149 von oldsbastel
arondeman schrieb:

"Nun schmeißt mal sämtliche Leuchten und Beleuchtungseinrichtungen in euren Haushalten auf den Müll und schafft euch Beleuchtungseinrichtungen an, die für die von uns noch gnädigerweise erlaubten Leuchtmittel geeignet sind"


Geh mal davon aus, dass es die Energiesparlampen bis dahin in allen möglichen Bauformen gibt, die problemlos in die jetzigen Lampen passen. Wenn der Markt da ist, wird das auch hergestellt. Und der Markt ist dann da!


Die Farbtemperatur und das Spektrum sind rein technische Fragestellungen, die mit ziemlicher Sicherheit auch gelöst werden.

Leuchtstoffröhren gibt es ja mittlerweile auch mit allen erdenklichen Farbtemperaturen.


Das der eine oder andere der Glühbirne nachweint hat dann eher sentimentale Gründe, aber keine Technischen. Eine Bogenlampe würde sich heute auch niemand mehr ins Wohnzimmer stellen.
Letzte Änderung: 12 Jahre 10 Monate her von oldsbastel.

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12 Jahre 10 Monate her #23158 von Ralf
Ähm, der Markt ist seit 25 Jahren da ... was in 25 Jahren nicht auf den Markt gekommen ist, wird in 9 Monaten auch nicht mehr kommen.

Und das grundlegende Problem von Leuchtstofflampen und LED, nämlich die Tatsache, daß diese Lampen nur diskrete Spektrallinien abstrahlen, das Auge-Hirn-System von der Evolution jedoch auf kontinuierliche Spektren optimiert wurde, ist zwar in >90% aller Anwendungsfälle egal, aber in einigen Nischenanwendungen wichtig. Und genau da zieht das Argument des Stromsparens nicht wirklich...

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12 Jahre 10 Monate her #23161 von alex0469
Ganz so schlimm wird es ja nicht kommen es bleiben ja Energiespar Glühbrinen mit Glühwendel wie zum Beispiel die Philips MasterClassic auch erlaubt.


Gruß Alex

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12 Jahre 10 Monate her #23164 von Sierra
Aha, Nachtigall ...

Ich kenne das Ding zwar nicht, aber allein der Name läßt vermuten, daß die gute alte Glühbirne nur unwesentlich gepimpt wurde (um aus der Verordnung zu fallen) und mit dem Namen Classic zum Premiumprodukt erhoben und dementsprechend bepreist wurde.

Sollte ich irren?

Gruß
Michael

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12 Jahre 10 Monate her #23165 von alex0469
Das ist so ein Teil mit folgenden Eigenschaften:

- 3-fache Lebensdauer im Vergleich zu Glühlampen

- mittlere Lebensdauer 3.000 Stunden

- spart bis zu 50% Energie

- 30 Watt MasterClassic ersetzten eine 60 Watt Glühlampe

- Lichtmenge 620 Lumen

- stufenlos dimmbar

- brilliantes Halogenlicht

- 100% Licht sofort ohne Verzögerung beim Einschalten

- 100% Farbwiedergabe

wenn das so stimmt wäre es eine Alternative, und einen Aufpreis für die Herstellung in der EU im vergleich zu Asiaschrottbrinen die kaum das 5 Einschalten überleben ist ja auch nicht schlecht.

Gruß Alex

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12 Jahre 10 Monate her - 12 Jahre 10 Monate her #23170 von oldsbastel
Ralf schrieb:

Ähm, der Markt ist seit 25 Jahren da ... was in 25 Jahren nicht auf den Markt gekommen ist, wird in 9 Monaten auch nicht mehr kommen.

Und das grundlegende Problem von Leuchtstofflampen und LED, nämlich die Tatsache, daß diese Lampen nur diskrete Spektrallinien abstrahlen, das Auge-Hirn-System von der Evolution jedoch auf kontinuierliche Spektren optimiert wurde, ist zwar in >90% aller Anwendungsfälle egal, aber in einigen Nischenanwendungen wichtig. Und genau da zieht das Argument des Stromsparens nicht wirklich...


Bevor du schimpfst, solltest du erstmal in die Durchführungsmaßnahme schauen, wie "Glühbirne" definiert ist. "Glühbirne" wird mit ziemlicher Sicherheit nicht nur über den Glühfaden definiert, sondern mit Sicherheit auch über den Verwendungszweck. Ohne bislang auch nur einen einzigen Blick in Durchführungsmaßnahme geworfen zu haben, kann ich eines mit ziemlicher Sicherheit sagen:
Leuchtmittel für Nischenanwendungen (Infrarot etc) fallen mit ziemlicher Sicherheit nicht in den Anwendungsbereich der Durchführungsmaßnahme und wären damit vom Verkaufsverbot nicht betroffen.

Alles Nähere kann man im Zweifelsfall Art. 1 bzw. Art. 1 und 2 der Durchführungsmaßnahme entnehmen.


Erst schlau machen, dann meckern! Dieses allgegenwärtige, hirnlose Gejaule in diesem Kackland kann ich echt nicht mehr hören ... :angry:
Letzte Änderung: 12 Jahre 10 Monate her von oldsbastel.

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12 Jahre 10 Monate her #23172 von oldsbastel
arondeman schrieb:

Richtlinien- und Verordnungspapier ist (wie schon hundertemal auf EU-Ebene bewiesen) geduldig und beschließen kann man viel.


Vielleicht solltest du dich mal damit beschäftigen, wie solche Richtlinien entstehen, wie die zugehörigen Ausschüsse zusammengesetzt sind und was in den Erwägungsgründen (also der Präambel der RL) steht.

Damit dürfte die gesamte Diskussion weitestgehend hinfällig sein.

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12 Jahre 10 Monate her - 12 Jahre 10 Monate her #23173 von Ralf
Nein Oldsbastel, Glühbirne wird selbstverständlich nicht nur über die Existenz eines Glühfadens definiert. Das Dumme ist, daß man bei den Sonderanwendungen, die man selbstverständlich berücksichtigt hat, über Bauform, und Leistungsaufnahme gegangen ist. Damit ist die Glühbirne im Kühlschrank genauso "gerettet" wie die Terrarienleuchte oder die Infrarotlampe. Durchs Raster fallen leider die ganz stinknormalen Glühbirnen, die aufgrund der begrenzten Farbtreue des Energiesparlampen-Lichts (Nebenbemerkung: Man kann den Effekt mildern, indem man Beleuchtungskörper mit 2 Lampen verwendet und mit Lampen unterschiedlichen Fabrikats bestückt - funktioniert in meinem Arbeitszimmer leidlich befriedigend) nicht wegzusparen sind. Daß da der Gesetzgeber in der Zwickmühle steckt, weil sich diese Lampen duch nichts von der Esszimmer-Grundbeleuchtung unterscheiden, die problemlos durch Energiesparlampen ersetzt werden kann, ist eine andere Frage.

Hochvolt-Halogenlampen können natürlich übergangsweise viele normale Glühbirnen ersetzen, fallen allerdings (weil auf Dauer Energieeffizienzklasse "B" gefordert wird) mittelfristig auch weg. Abgesehen davon wäre es fatal, wenn die Industrie auf die Idee käme, die Hochvolt-Halogenlampe als Energiesparlampen-Alternative zu vermarkten. Denn für die allermeisten Anwendungen bietet die Halogenlampe 1/3 der Lebensdauer bei doppeltem Verbrauch, verglichen mit konventionellen Glühbirnen. Dem Verbraucher dafür ein ökologisch gutes Gewissen einzureden, dürfte kontraproduktiv sein. Wer sich heute eine Glühbirne kauft, weiss (hoffentlich), daß es sich um einen Heizkörper handelt, der als Nebeneffekt auch etwas Licht abstrahlt. Aber für einen Übergangszeitraum ist die Halogenlampe sicherlich ein elegantes Austricksen der Vorschriften ...
Letzte Änderung: 12 Jahre 10 Monate her von Ralf.

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