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kann dieser Kat nicht in jedem Auto verbaut werden?

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13 Jahre 8 Monate her #2703 von Ralf
Das Problem bei der Möglichkeit ist das Abgasgutachten, dessen Preis in aller Regel in keinem sinnvollen Verhältnis zum Erfolg steht. In diesem Zusammenhang einen herzlichen Dank an den Gesetzgeber, der durch eine sachlich kontraproduktive Verschärfung der Prüfvorschriften die technisch mögliche Erschließung von Nachrüstlösungen für Altfahrzeuge abgewürgt hat.

Vor 10 Jahren war die Welt einfach: Die Autohersteller arbeiten im Baukastensystem - oft sind ganze Modellfamilien mit baugleichen oder bauähnlichen Motoren und Gterieben ausgerüstet. Also nahm man die abgasungünstigste Variante, maß auf der den KAT-Umrüstsatz und wenn der der Euro1-Norm entsprach, schloß man daraus messerscharf, daß das bei Modellvarianten mit von Haus aus niedrigeren Emissionen erst recht so ist. Ein Gutachten konnte so schonmal für 20 Modellvarianten herhalten.

Heute muß für jede Version (Schaltgetriebe, Automatik, 3 PS mehr als im letzten Modelljahr, verbesserte Aerodynamik im Vergleich zum letzten Modelljahr ...) ein eigenes Gutachten angefertigt werden - es fehlen nur die Stückzahlen dafür.

Ein Beispiel aus eigener Erfahrung: Beim BMW E21 (Vierzylinder) könnte man den existierenden Euro1-Nachrüstsatz vom 02 verbauen. Den Gesamtmarkt in Deutschland schätze ich mal auf 500 Umrüstsätze. Vor 10 Jahren hätte ein Gutachten gereicht, macht anteilig 10 EUR pro verkauftem Umrüstsatz fürs Gutachten. Heute braucht man für jede Variante ein eigenes Gutachten. Vom 320i gibt\'s z.B. noch 40 Autos, davon würden vielleicht 10 umgerüstet, da ist das Gutachten teurer als die ganze KAT-Anlage.

Ein herrliches Beispiel, wie der Gesetzgeber praktizierten Umweltschutz unterbindet und dann noch die umrüstwilligen Bürger mit Fahrverboten zu belegen versucht, weil es dank verschärfter Gesetze keine Nachrüstlösungen zu kaufen gibt ...

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