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THEMA: Ölwechsel

Ölwechsel 3 Jahre 9 Monate her #43495

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Korrekt oder nicht korrekt?

~M~
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Ölwechsel 3 Jahre 9 Monate her #43496

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Heutige Motoren nach der heutigen Technik und mit den heutigen Werkstoffen und Fertigungsstoleranzen können sicher viel mehr ab als laut Wartungsintervallen vorgegeben, aber ewig? Und ist das für unsere Oldies relevant? Wissen wir, was AUS DEM MOTOR an Abrieb, Partikeln usw. in die Öle getragen wird? Nicht schlagartig, sondern allmählich, aber stetig? Ich würde bei meinen Wagen mit den dort verbauten Ölfiltern (die einen mit primitivem Stabölsieb, die anderen mit Schleuderfilter im Kurbelwellenende - letzteres schon nach damaligen Vorgaben - vor 55 Jahren - nur alle 50000 km zu reinigen ... ) nicht die Hand ins Feuer legen, egal wie gut der Motorzustand an sich ist (und diese Motoren SIND zäh ...) Ich habe schon vor vielen Jahren Magnetsplitterfänger anstelle der serienmäßigen Ölablassschraube eingebaut, und was da von Ölwechsel zu Ölwechsle dranhängt, ist zwar nicht viel, aber doch merkbar, und man möchte es auf die Dauer nicht im Kreislauf hab ne - oder in einer Ölfilterpatrone (wird die eigentlich auch nicht gewechselt? Genau wie das Öl? Mahlzeit ...)

Nachtrag: Jetzt habe ich mir auch mal die Kommentare auf Youtube angelesen, nachdem mich ein paar Zeitangaben stutzig gemacht haben. Das Video ist ja schon 8 Jahre alt! Und inzwischen? Was ist inzwischen passiert? Die meisten Kommentare bringen's schon auf den Punkt. Egal wie gut das Öl ist - je nach Betriebsbedingungen sammelt sich da im Lauf der Zeit manch unkoschere Beimischung an, die man nicht unbedingt auf ewig umgewälzt haben möchte. Und in der Tat ... wer schon mal das Altöl genauer begutachtet hat ... Zumal die Reportage ja auch undifferenziert von Dieseln spricht. Wenn ich mir da die Ölflecken anschaue, wenn wieder mal irgendein halb heruntergewirtschafteter Lkw von irgendwelchen Handwerkerhanseln hier in der Straße oder im Zufahrtsweg zum Grundstück sein Revier markiert und pechrabenschwarze Pampe aufs Pflaster gekotzt hat ... "Normale" Ölflecken aus Benziner-Pkw werden nach ein paar Regengüssen zügig blasser, aber diese tiefschwarze Dieselölpampe hält sich sowas von hartnäckig auf dem Boden ... Und DAS soll unendlich lange optimal schmieren??

Natürlich geht es irgendwie auch ewig ohne Ölwechsel. Als ich 1977 mit meinen Eltern Richtung Bretagne in die Ferien unterwegs war und wir irgendwo in der südlichen Champagne in einem Landgasthof Quartier gemacht hatten, schlich ich (schon schwerstens oldtimerinfiziert) morgens vor der Weiterfahrt um den Peugeot 203 auf dem Nachbargehöft, als der freundliche Landmann heraustrat und - nachdem ich artig um Erlaubnis zum Fotografieren des Wagens gefragt hatt - dem jugendlichen Touristen voller Begeisterung davon erzählte, was für ein unerschütterlich zuverlässiger Geselle der 203 sei - "sowas gibt's heute ja gar nicht mehr" - und überhaupt, er habe, seit er den Wagen habe, noch NIE Ölwechsel gemacht! Fliegender Ölwechsel per gelegentlichem Nachfüllen tut's auch, wird er gemeint haben ... :laugh:
Letzte Änderung: 3 Jahre 9 Monate her von arondeman.
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Ölwechsel 3 Jahre 9 Monate her #43497

zu meiner langen Tätigkeit bei Citroen muß ich sagen da haben wir sehr viel an den Wagen gewartet und die Fahrzeuge haben es sehr gut weggesteckt. Später als ich noch ein paar Jahre bei Renault war sagte ein Arbeitskollege mal zu mir die Fahrzeuge sind recht gut solange man die Finger davonläßt. Tauscht man mal die Bremsflüssigkeit wird kurz darauf irgendwas undicht und meist ist es der Hauptbremszylinder. Tauscht man das Kühlwasser tropft bald die Wasserpumpe.
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Ölwechsel 3 Jahre 9 Monate her #43498

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arondeman schrieb:
Ich habe schon vor vielen Jahren Magnetsplitterfänger anstelle der serienmäßigen Ölablassschraube eingebaut, und was da von Ölwechsel zu Ölwechsle dranhängt, ist zwar nicht viel, :laugh:
Aber ein Magnet holt keine Buntmetalle und kein Alu aus dem Öl. Mein alter Büssing bekommt einmal im Jahr neues Öl. Dann hat er ca. 3000 km gelaufen. Das ist mir dieses Fahrzeug wert. Der serienmäßige Ölfilter (Spaltfilter) an dem Motor ist technisch auch nicht der Brüller.
Gruß Harald
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Ölwechsel 3 Jahre 9 Monate her #43499

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Meine alten Traktormotoren kriegen nach einer Überholung (inkl. Entfernung der ganzen Schlämme in der Waschanlage des Motorenbauers) nur noch HD-Öle, trotz Spaltfilter. Dafür wird alle 100 h gewexelt. Und in die Ölablassschraube kommt ein Neodym-Magnet. Da hängt auch nach Jahren noch Abrieb dran, ganz feiner, wie Mehl. Immerhin keine Späne.

Gruß
Michael
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Ölwechsel 3 Jahre 9 Monate her #43503

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Nun weiß ich nicht, warum dieser thread wieder hier gelandet ist, denn ich hatte diesen bewusst in der Schrauberecke plaziert...

Ich bezweifle, dass der Einsatz eines Permanetmagneten hier sinnvoll ist. Sinnvoll wäre dieser allenfalls in Getrieben. (Ölwechselintervalle einst und heute einmal ausgenommen) Und wie Harald bereits bemerkte, scheiden hier Al- oder Cu-Legierungen aus.
Nachdem es sich in unserem Fall um bereits eingefahrene Motoren handelt, sollte die Entscheidung für oder gegen eine magnetische Ölablassschraube nachrangig sein.
Ein anderer Gesichtspunkt wäre jedoch die Verwendung von Neodym als Spurenelement, denn der Abbau und die Gewinnung von Nd sind aus umweltpolitischer Sicht unvertretbar, wenn z.Z. auch lokal. Doch lokal? Global!

~ M ~
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Ölwechsel 3 Jahre 9 Monate her #43504

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Das mit dem Alu stimmt natürlich (aber ich bin ja auch keiner von denen, die ihr Motoröl ewig drinlassen :P ).
Aber ihr haltet euch hier mit Nebenkriegsschauplätzen auf.
Die Magnetsplitterfänger waren in der Tat nur eine Randbemerkung von mir gewesen, haben aber auch im Motor ihre Berechtigung, allein wegen dem Abrieb von den verschleißgefährdeten STAHLteilen - und die gibt's ja auch, auch wenn sich der Abrieb nicht in Spänen, sondern in feinem Gewölle mit "irgendwas Stahlartigem drin" zwischen den Ölwechseln ansammelt. Ist zwar wenig, aber die Magnete zeigen, dass es da ist, und es ist immerhin beruhigend zu wissen, dass DAS auch nicht im Ölkreislauf bleibt (wie es der Fall wäre, wenn man einfach auf den Ölwechsel verzichtet). Und DAS war das Thema dieses Threads. ;)
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Ölwechsel 3 Jahre 9 Monate her #43521

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Früher bei Einbereichsölen und reinen Mineralölen war ein Ölwechsel unabdingbar, da diese Öle Schwarzschlamm gebildet haben und irgendwann die Kanäle zugewesen wären, auch baut ein Mineralöl seine Viskosität und Druckverhalten ab und verliert so auf natürliche Weise seine Schmierfähigkeit und der Ölfilm reisst irgendwann mal ab, Motor kaputt. Ausserdem kann reines Mineralöl den Abrieb nicht in der Schwebe halten.
Anders ist es bei reinen Synthetikölen. Hier können Moleküle hergestellt werden ,die fast ewig die Viskosität behalten. Bei neuen Nutzfahrzeugen beträgt der vorgeschriebene Ölwechsel schon weit über 100000km ohne Gefahr für den Motor, da sind auch Microfilter eingebaut, die Teile von einem Mü filtern.
Der Ölwechsel findet nur noch aus Sicherheitsgründen statt, da kein Motor ewig dicht ist, irgendwann gelangen doch Kraftstoff und Kühlflüssigkeit in das Motoröl und können es verdünnen oder die Viskosität zerstören.
Ausserdem liegt es nicht im Interesse der Minerölindustrie ein Öl zu produzieren ,das 1 Million km hält. Chemisch würde es nach einer Aussage von einem Techniker von Castrol wohl gehen.
Auch eine magnetische Olverschlußschraube macht Sinn,da sie wenigstens ein Teil des Abriebs bindet..
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Ölwechsel 3 Jahre 9 Monate her #43524

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Auch ich würde mich an die Ölwechselintervalle halten; z.B. alle 5000 km oder nach einem Jahr, gar nach den ersten 1000 km... Hat sich in den vergangenen Jahrzehnten ja schon einiges getan. Was alles möglich wäre, steht auf einem anderen Blatt, und natürlich gibt es Interessen seitens der Mineralölindustrie. Zumindest hat der Eingangsartikel dem Forum wieder ein wenig Leben eingehaucht.

Viele Grüße
Michael
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Ölwechsel 3 Jahre 9 Monate her #43526

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Mach Dir keine Sorgen wegen der Neodymmagnete. Für mich baut die keiner ab, ich schlachte alte Festplatten. Und, wie Stephan schon schrub, besser das Stahlmehl am Magneten als im Motor.

Gruß
Michael
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