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THEMA: Stuttgart versucht "Klebelösung"

Aw: Stuttgart versucht "Klebelösung" 9 Jahre 5 Monate her #27458

  • Ralf
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Jetzt driften wir ganz ab ... gegen die Verbrennungspartikel in den Abgasen von Hochseeschiffen hat man ja schon eine "Lösung": Man wäscht die Abgase mit dem reichlich vorhandenen Meerwasser aus. Schon sind sie nicht mehr in der Luft. Exzellente Logik, nur im Wasser haben sie leider auch nichts zu suchen. Zumal Schiffe mit Schweröl (zu Deutsch: Raffinerie-Abfall-Schlamm) betrieben werden und dieses Schweröl arg schwefelhaltig ist. Und was passiert, wenn man schwefelhaltiges Abgas im Wasser auswäscht? Genau: Man erhält günstigstenfalls schweflige Säure. Ein Problem gelöst, das nächste Problem (wir erinnern uns noch an die "Dünnsäureverklappung") geschaffen. Das Gleiche mit den Straßen: Natürlich ist es Humbug, großflächig Chemikalien auszubringen, um den Straßenstaub (nicht die Abgas-Feinstäube) zu binden. Und Augenwischerei obendrein. Wenn allerdings aus politischen Gründen nur bei einige wenige Emissionsquellen bekämpft werden und nicht das Gesamtproblem (und das fängt damit an, daß dem Verkauf umweltbelastender Produkte rechtzeitig Einhalt geboten werden muss, statt jahre- ja, jahrzehntelang Produkte auf den Markt zu lassen, die nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen, um dann plötzlich deren Nutzung einzuschränken), kommen halt ausschließlich solche Skurrilitäten heraus...
Grüße
Ralf
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Aw: Stuttgart versucht 9 Jahre 5 Monate her #27460

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Ralf schrieb:
damit entspräche der Schiffs-Jahresausstoß einer Flotte von 16,2 Millionen aktuellen Diesel-PKW, die jährlich 14.000 km um den Hafen herum führen. Wäre das ein Stau...
Wenn die im Papier genannten Zahlen stimmen, was ich nicht hoffe.

http://www.russfrei-fuers-klima.de/fileadmin/user_upload/PDFs/Hintergrundpapier_Hamburg.pdf

Damit wäre Hamburg ohne Schiffe ein BAD HAMBURG ... Mensch die Leute Bescheurt selbst wenn es nicht so viele sind dann ist das eine riessen verarsche...
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Aw: Stuttgart versucht 9 Jahre 5 Monate her #27475

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www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/ar...der_blockwart_front/

Heiße Öfen und Spaßbremsen. Neues von der Blockwart-Front

Die Meldung klang gut. Die „Harley Days“, eine seit Jahren die Stadt Hamburg akustisch terrorisierende Großveranstaltung, werden 2010 nicht stattfinden. Vielleicht auch nicht im nächsten Jahr. Die Stadt hat untersagt - oder möchte es jedenfalls -, dass bis zu 60000 mehrheitlich übergewichtige Dröhnbüdel mit stahlhelmähnlichen Kopfbedeckungen auf polternden Potenzprothesen tagelang durch die Stadt brettern, Scheiben und Schränke erzittern lassen, den Jungfernstieg für die Route 66 halten und sich auf ihren Feuerstühlen wie Arsch auf Eimer fühlen. Ich selber verkrümele mich immer schon am Freitagnachmittag aufs Land. Seit es die Harley Days gibt, kann ich mich manchmal ein klitzekleines Stück weit in jene Rednecks einfühlen, die am Schluss von „Easy Rider“ Dennis Hopper und Peter Fonda von den Choppern schießen.

Aber dann berichteten die Gazetten, wer das Verbot angeleiert hat: die Grünen, unter der Bezeichnung GAL Juniorpartner der CDU im Hamburger Rathaus. Prompt kamen die Bedenken…

Wann hätten Grüne zuletzt irgendetwas Vernünftiges in Gang gebracht? Da muss man lange überlegen. Bei genauer Betrachtung stellte sich denn auch die Biker-Vergrämung als das heraus, was die grüne Partei seit nunmehr 30 Jahren repräsentiert: eine moralinsaure Spaßbremse, getreten von kleinen Ökodiktatoren, Klima-Blockwarten und Flora-Fauna-Habitat-Sheriffs. Zwangscharaktere, die ihren Mitbürgern immerfort vorschreiben müssen, wie sie gefälligst zu leben haben. Lauter Nachhaltigkeits-Nervensägen, grün angestrichene Ekel Alfred. Die Begründung für das Verbot lautete: Der Harley-Zirkus passe nicht zu Hamburg, da sich die Stadt auf Initiative der Grünen für einen Micky-Maus-Titel namens „Umwelthauptstadt 2011“ in Stellung gebracht hat. Daneben ist es natürlich auch so, dass die Grünen speziell die dicken Harley-Maschinen zum Kotzen finden. Die sind ja nun das Symbol fürs Amiland, noch vor Coca Cola und McDonald´s.

Dann sickerte durch, dass künftig wohl auch anderen Veranstaltungen Ungemach droht. Etwa dem Alstervergnügen und dem Airbus-Familientag. Demnächst ist vielleicht der beliebte Hafengeburtstag dran oder das Oldtimer-Rennen am Stadtpark. Oder das Treffen der Kreuzfahrtschiffe auf der Elbe und andere Festivitäten, zu denen Touristen nach Hamburg strömen. Bei diesen Feten, man stelle sich die Sauerei vor, kommen massenhaft Leute spaßeshalber zusammen! Und begehen allein dadurch schreckliche C02-Frevel! Da wir bekanntlich im Klimanotstand sind und speziell uns Nordlichtern das Elbwasser schon Unterkante Oberlippe steht, müssten da nicht endlich Notstandsgesetze her, damit Versammlungen von mehr als vier Personen von der Klimapolizei aufgelöst werden können? In Nordkorea geht das schon lange.

Noch traut sich die Ökopolizei nicht, allzu dreist aufzutreten. Aber die Leute ablasszetteln, das möchte sie schon mal. Wer künftig mit dem Auto zu Veranstaltungen anreist, soll „Umweltzertifikate“ kaufen, mit denen zum Beispiel „ein Klimaschutzprojekt in der Türkei“ finanziert werden soll. Wie so ein Projekt in der Praxis aussieht, kann man sich lebhaft vorstellen. Weniger gut vorstellbar ist, wie die Einnahmeverluste kompensiert werden sollen, die der Stadt durch den Verbotswahn entstehen. Allein zu den Harley Days kommen bis zu 500 000 Zuschauer, viele von außerhalb. Die Hotels der Stadt sind bei Events gut gefüllt, die Lokale brummen. Aber seit wann scheren sich Weltretter um Geld? Vater Staat wird sich schon drum kümmern. Der alimentiert schließlich auch einen Großteil der grünen Basis auf diese oder jene Weise.

Es heißt, die GAL-Politiker müssten sich mit derlei Aktionismus profilieren, um einer Meuterei ihrer grummelnden Basis vorzubeugen. In der Zeit ihrer Mit-Regierung, das ist wahr, konnten sie bisher weniger Schaden stiften, als ihre Unterstützer gehofft hatten. Unter anderem gelang es ihnen nicht, den Bau eines modernen Kohlekraftwerks im Stadtteil Moorburg zu verhindern. Ihrer geplanten „Schulreform“ – sprich: Zerschlagung der Gymnasien - erteilten die Hanseaten per Abstimmung eine Ohrfeige. Da müssen endlich mal Erfolge her. Irgendwas mit verbieten, bestrafen, reglementieren, Gouvernante spielen, Licht ausknipsen und die Kinderchen ins Bett schicken. Was die grüne Basis halt so liebt. Sogar das im Prinzip jedem Öko-Unfug aufgeschlossene „Hamburger Abendblatt“ wurde es da zu bunt. Das Blatt warnte, man dürfe „aus einer pulsierenden Millionenmetropole kein verschlafenes Ökodorf machen.“

Zugegeben, ich mag Harley-Fahrer nicht sonderlich. Aber ist man, wie die Dinge liegen, nicht förmlich zur Solidarität gezwungen? Wenn sie in diesem Jahr wieder durch Hamburg dröhnen (was garantiert der Fall sein wird, denn das Umland ist schon ganz gierig darauf, die Harley Days auszurichten) hole ich vielleicht meine alte Yamaha aus dem Schuppen, räume mal kurz den Schalldämpfer aus und bollere mit. Und zwar immer die Burchardstraße rauf und runter. In der Nummer 21 - Harley-Fahrer aufgepasst! - befindet sich die Landesgeschäftsstelle der GAL.
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Aw: Stuttgart versucht "Klebelösung" 9 Jahre 5 Monate her #27476

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Nach "noch"-Meinung der Grünen sollte man ja sein Vergnügen darin finden, in Wald und Feld herumzustolpern und sich an der Natur erfreuen.

Würden wir das alle tun, gings im Wald zu wie auf der Einkaufsmeile kurz vor Weihnnacht.

Dann könnte man endlich in der Natur Schanken aufbauen, wo dann "grüne Waldwarte" unsere (vorher teuer erworbene) Berechtigungskarte für den Waldspaziergang überprüfen und bei Zeit- oder Wegüberscheitung eifrig kassieren.

Irgend sowas Verqueres muß da in einigen Gehirnen vor sich gehen.

Sogar in Hochfranken gibt es Leute, die mit aller Gewalt Abgase, Lärm, Schadstoffe, Feinstaub, Unfallgefahren usw. in ihrem Kaff haben WOLLEN und alles tun, um den Bau einer fertig geplanten Umgehung zu verhindern ..

Da fragt man sich echt, ob da gewisse "..." (ich möchte hier wirklich nicht Menschen schreiben) vergessen haben, dass auch der Mensch ein Stück Natur ist und daß Menschen-Schutz vorrangig sein sollte.


Gruss
Wolfgang
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Aw: Stuttgart versucht 9 Jahre 5 Monate her #27478

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Rene E schrieb:
... müssten da nicht endlich Notstandsgesetze her, damit Versammlungen von mehr als vier Personen von der Klimapolizei aufgelöst werden können? In Nordkorea geht das schon lange.

Sollte Nordkorea in Sachen Klimapolizei wirklich führend sein, schlage ich vor, die Führungsriege der GAL zu einer dringend erforderlichen Weiterbildung nach Nordkorea zu schaffen.
Ich weiss zwar nicht, wie man die Jungs und Mädels der GAL nach erfolgter Weiterbildung dort wieder heraus bekommt, aber mit der Zeit findet sich bestimmt eine Lösung. ;)

Grüße
Ralf
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Aw: Stuttgart versucht 9 Jahre 5 Monate her #27482

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Es rasen die Befreiungstheos des alternativen Menschenschutzes: Das Menschenleben ohne Verbrennungspartikel scheint sinnlos, aber bedrohlich fortgeschritten :)
Letzte Änderung: 9 Jahre 5 Monate her von moritz.
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Großraum Stuttgart bleibt Feinstaub-Problemzone 9 Jahre 5 Monate her #27500

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Folgendes steht bei msn in den Nachrichten:
Dessau/Stuttgart/Hamburg (dpa) ­ Deutschlands Problemzone beim Feinstaub bleibt der Großraum Stuttgart. Im vergangenen Jahr lagen die Messwerte nirgendwo in Deutschland so oft über dem Grenzwert wie in Stuttgart, Ludwigsburg und Reutlingen.

Das geht aus bundesweiten Luftgütedaten hervor, die das Umweltbundesamt (UBA) am Mittwoch in Dessau veröffentlicht hat. Am staubigsten war die Luft 2009 demnach in der Stuttgarter Innenstadt, in einer Straßenschlucht am Neckartor. Die dortige Messstation ist bei Luftexperten mittlerweile berüchtigt. Denn im bundesweiten Vergleich der Grenzwertüberschreitungen landet sie schon seit Jahren immer wieder auf dem traurigen Spitzenplatz.

Feinstaub ist für die Gesundheit deshalb gefährlich, weil die winzigen Partikel nicht in Nase und Rachen hängen bleiben, sondern ungehindert in die Lunge gelangen. Dort können sie Entzündungen, Asthma und sogar Krebs auslösen. Die 425 UBA-Messstationen messen die Konzentration des sogenannten PM-10-Feinstaubs mit Teilchen von weniger als 10 Mikrometern (0,01 Millimetern) Durchmesser. Im vergangenen Jahr lag die Feinstaub-Konzentration am Stuttgarter Neckartor demnach an 111 Tagen über dem Grenzwert von 50 Mikrogramm (50 Millionstel Gramm) in jedem Kubikmeter Luft. Per Gesetz erlaubt sind 35 Tage im Jahr.

Wie eine Auswertung von Daten des Umweltbundesamts und der Länder durch dpa-RegioData zeigt, wurde der Grenzwert 2009 an insgesamt 23 Stationen zu oft verfehlt. Fast jede zweite von ihnen steht im Großraum Stuttgart. «Der Luftaustausch ist dort wegen der Kessellage relativ gering, so dass auch mittelgroße Städte und Kleinstädte im Ballungsraum Stuttgart deutliche Grenzwertüberschreitungen haben», sagte Werner Reh, Verkehrsexperte beim Bund für Umwelt und Naturschutz BUND.

An den Messstellen in Stuttgart entsteht der Feinstaub vor allem durch den Autoverkehr. Um die Belastung zu senken, wird die Fahrbahn am Neckartor jetzt versuchsweise mit einer Lösung aus Kalzium- und Magnesiumacetat (CMA) besprüht. Diese Lösung hält den Asphalt feucht und sorgt dafür, dass Feinstaubpartikel am Boden gebunden werden. Damit gelangen weniger der gesundheitsschädlichen Teilchen in die Atemluft.

Der Feinstaub-Kleber CMA wurde bereits in anderen Städten erfolgreich getestet, etwa in Halle an der Saale. Dennoch ist der Stuttgarter Versuch umstritten. Denn das Bindemittel ist teuer und wird erst wirksam, wenn der Feinstaub schon in der Umwelt ist.

«Besser sollte man direkt an der Quelle dafür sorgen, dass weniger Feinstaub entsteht», meint Reh. «Berlin ist mit seiner Strategie gegen Feinstaub der Vorreiter in Deutschland. Dort besteht schon lange eine große, scharf gestellte Umweltzone, die sich auf das gesamte Stadtgebiet auswirkt.» Dadurch konnte die Feinstaubbelastung insgesamt um 3 Prozent gesenkt werden, die Dieselruß-Emissionen sogar um 24 Prozent.

Allerdings reichten Umweltzonen allein nicht aus. «Es sollte auch insgesamt weniger mit dem Auto gefahren werden, da auch durch Reifen- , Brems- und Kupplungsabrieb Feinstaub entsteht», betonte Reh. Ein wichtiger Ansatzpunkt sei außerdem die Industrie. Vor allem in der Bauwirtschaft entstehen viele der feinen Staubteilchen. Hinzu kommen Kleinfeuerungsanlagen in privaten Haushalten, wo insbesondere alte Holz- oder Kohleöfen für staubige Luft sorgen. Nach Angaben des Umweltbundesamts verursachte die Industrie im Jahr 2007 mit 38 Prozent den größten Anteil am Feinstaub, gefolgt von den privaten Haushalten mit 25 Prozent und dem Verkehr mit 20 Prozent.
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