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ADAC: Umweltzonen bringen keine Luftverbesserung

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11 Jahre 3 Wochen her #27407 von herbert.m
Wer sagts denn, jetzt ist wieder das Gegenteil der Fall:

Und auch bei TZ-Online nachzulesen oder zu kommentieren:

München - Der ADAC zweifelt die Wirksamkeit von Umweltzonen zur Verbesserung der Luft in den deutschen Städten an.

Jede neu eingerichtete Umweltzone und jede Verschärfung der Einfahrregeln stellten “nichts anderes dar, als unverhältnismäßige Eingriffe in die Mobilität der Bevölkerung, teilweise mit dramatischen finanziellen, an Enteignung grenzenden Folgen“, wie ADAC-Vizepräsident, Ulrich Klaus Becker, am Mittwoch in München sagte. Nach einer Studie des Auto-Clubs trage der Pkw-Verkehr nur fünf Prozent zur Feinstaubbelastung bei. Vom Neujahrstag an sind es 40 Kommunen, die in Deutschland Umweltzonen eingerichtet haben, um den gesundheitsschädlichen Feinstaub zu mindern.

Es sei aus ADAC-Sicht nicht hinnehmbar, dass immer schneller schärfere Immissionsgrenzwerte für Luftschadstoffe erlassen würden, während die Regelungen der Emissionen langsamer fortgeschrieben würden. “Autos, deren Motoren und Abgassysteme eben noch als sauber und modern galten und die vor wenigen Jahren noch steuerlich gefördert wurden, gelten plötzlich als Stinker, die nicht mehr in die Städte fahren dürfen.“

Becker schlägt vor, den Verkehrsfluss in den Städten zu verbessern, Fahrzeughersteller sollten schneller saubere Fahrzeuge entwickeln und die Politik weiterhin die Nachrüstung mit Partikelfiltern fördern. Noch immer stünden vier bis sechs Millionen Dieselfahrzeuge zum Umbau an. Außerdem fordert der ADAC, “endlich die Wirksamkeit von Umweltzonen wissenschaftlich überprüfen zu lassen“.

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11 Jahre 2 Wochen her #27408 von spitzerer
“endlich die Wirksamkeit von Umweltzonen wissenschaftlich überprüfen zu lassen“

davor wird sich jeder drücken, der von der "Umweltzoneritis" akut befallen ist.

Denn entsprechende Studien gibt es schon mehr als genug, welche alle die Unwirksamkeit der Umweltzonen nachweisen.


Aber man kann doch seine vorgefasste Meinung (und die verschleuderten Millionen) nicht von ein paar läppischen Tatsachen beeinflissen lassen, oder ?

Nachdem neuerdings deutsche Richter wieder an Nikolaus, Christkind ind Osterhase glauben, wird sich da auch nix tun.


guten Rutsch
Wolfgang

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10 Jahre 9 Monate her #27843 von Aquil
Auch der vom Vulkan Eyjafjallajökull (schöner Name, der musste einfach mal hier ins Forum) aufgezwungene "Großversuch" brachte keine Abhilfe beim Feinstaub:
www.faz.net/s/Rub8D05117E1AC946F5BB43837...common~Scontent.html

Die Sperrung des Flughafens sei an den Messstationen nicht nachweisbar und die Wetterlage überdecke häufig alle anderen Einflüsse.

In diesem Sinne plädiere ich für die Abschaffung des "Großversuchs Feinstaubzonen" wegen vergleichbarer Ursachen-Überlagerung.
Mike

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10 Jahre 9 Monate her #27844 von Ralf
Kreuzworträtselfrage: "Höchststrafe für Nachrichtenmoderatoren mit 16 Buchstaben"
Antwort: "Eyjafjallajökull"

Zum Thema: Das Ergebnis war aber vorhersehbar.

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10 Jahre 8 Monate her #27848 von spitzerer
und ein deutscher Politiker läßt seine vorgefaßte Meinung doch nicht durch läppische Tatsachen erschüttern !!

Gleiches gilt für Parteien - es darf nicht sein, was nicht sein darf ...


Wolfgang

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10 Jahre 8 Monate her #27850 von Redundant
Das Problem ist doch der Einfluss der Auto-Lobby zur Absatzförderung von Neuwagen. Wieviel Feinstaub produziert denn ein Benz /8 im vergleich zu einem Diesel neuerer Produktion? Beim /8 kommen vergleichsweise Eierbriketts raus, die man nun wirklich nicht als Feinstaub bezeichnen kann!

Die Logik der Politiker scheint zu sein: "Das Gasgeben vor der letzten Kurve hatte keine positiven Effekte. Also muss ich vor der nächsten Kurve mehr Gas geben!". Diese "Logik" mag zwar aus einem bestimmten Blickwinkel eine gewisse Konsistenz aufweisen. Aus allen anderen Perspektiven ist sie aber eine Ausgeburt des Schwachsinns!

Der Pate des deutschen Verwaltungsrechts Carl Schmitt hatte einmal festgestellt, ein Verwaltungsakt sei nichtig, wenn ihm die Schwachsinnigkeit auf der Stirn geschrieben steht. Aber ich traue mir nicht zu Schwachsinnige von der Schwachsinnigkeit ihrer Entscheidung zu überzeugen! :ohmy:

Viele Grüße,
Thorsten

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10 Jahre 8 Monate her - 10 Jahre 8 Monate her #27851 von moritz
Ein Vielfaches. Die Eierbriketts, und was alles an Bildern unterwegs ist, sind Schutzbehauptung, weiter nichts.
Partikelgrößenverteilungen der Dieselmotoremissionen darfst Du für unsere Zwecke schließlich getrost für älteste wie modernste Dieseltechnik als gleichartig angelegt ansehen: immer vom Allerfeinsten und locker vollständig in PM2.5, auch bei Kammerdieseln.
Mit Partikelfilter freilich kannst Du zehntausend Kilometer mit der Gesamtemission fahren, die der /8 über einen, zwei, jedenfalls weniger als fünf Kilometer ausstößt. Oder anders: Ein /8 schädigt wie tausende ernsthaft gefilterter Diesel zusammen.
Letzte Änderung: 10 Jahre 8 Monate her von moritz.

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10 Jahre 8 Monate her #27856 von Redundant
Interessant. Das widerspricht in bestimmten Punkten den Informationen, die ich bisher zu dem Thema gelesen habe. Kannst du mal bitte deine Quellen nennen. Das würde ich gerne genauer nachlesen. Speziell der quantitative Vergleich (Menge/Volumen der Partikel) als auch der qualitative Vergleich (z. B. Toxizität) zwischen alten und jungen Generationen von Dieselmotoren ist thematisch recht interessant.

Ein weiterer Punkt ist, dass die angesprochenen Rußpartikelfilter nach den mir bekannten Informationen eine merkliche Schwäche bei grade bei den Feinstpartikeln haben. Wenn ich das richtig interpretiere, hat die absolute Masse der Rußpartikel eines Motors zwar abgenommen, aber die Gefährlichkeit der austretenden Partikel hat drastisch zugenommen.

Wenn ich das richtig im Kopf habe, ist auch die Teilchenkollision der Rußpartikel und das damit verbundene Größenwachstum der Partikel ein relevanter Faktor bei der Vermeidung von Feinstaub. Wenn ich primär die eher ungefährlichen großen Partikel herausfiltere, verringere ich damit doch die Chance, dass aus Feinstaub Staub wird. Oder mache ich da einen Denkfehler?

Viele Grüße,
Thorsten

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10 Jahre 8 Monate her #27857 von goggo
moritz schrieb:

Ein Vielfaches. Die Eierbriketts, und was alles an Bildern unterwegs ist, sind Schutzbehauptung, weiter nichts.
Partikelgrößenverteilungen der Dieselmotoremissionen darfst Du für unsere Zwecke schließlich getrost für älteste wie modernste Dieseltechnik als gleichartig angelegt ansehen: immer vom Allerfeinsten und locker vollständig in PM2.5, auch bei Kammerdieseln.
Mit Partikelfilter freilich kannst Du zehntausend Kilometer mit der Gesamtemission fahren, die der /8 über einen, zwei, jedenfalls weniger als fünf Kilometer ausstößt. Oder anders: Ein /8 schädigt wie tausende ernsthaft gefilterter Diesel zusammen.


Denkfehler dabei ist das zig Millionen NeuDiesel unterwegs sind .. und die /8 einfach keine Roller mehr spielen .. weil wenig und auch wenn dann nicht mehr als Taxi oder Kilometerfresser gefahren...

Damit ist Sonnenklar - sollte es vom Autoverkehr Abgasausstoss kommen können nur Millionen Neuwagen schuld sein... das dies auch nicht so ist beweisst keine Verbesserung der Werte wegen Flugverboten...

Und jetzt?? Wer macht den Feinstaub??

Die 3% /8 oder VW Diesel alter Bauart bestimmt nimmer...

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10 Jahre 8 Monate her - 10 Jahre 8 Monate her #27858 von moritz
Wenn solche drei Prozent an /8 & Co emittieren wie 30000% gefilterter Dieselfahrzeuge, wieso, bei aller noch so drolligen Beugung, wären nicht zuerst eben genau diese 3=30000 aus den Straßenschluchten herauszuhalten?

Die erwähnten Flugverbote, wenn vernünftig ausgewertet, werden uns bestimmt viel über lokale Anteile von Flugverkehren an Partikelemissionen sagen können. Sollten sie sich als geringer denn angenommen erweisen (nebenbei dürfte nicht mal Ikonengold ihre Antriebe als vergleichbar den /8-Dieseln behaupten), stellen sich automatisch die Anteile aller übrigen Verursacher nur als entsprechend größer heraus. So viel zur Fehlerdenkerei, goggo.

Zu überkommenen "Feinstaub"-Massen"betrachtungen" — und PM10 hat die Obergrenze noch im massenstarken Grobstaub — ist überdies wahrlich redundant hier schon reichlich eingetragen.



Thorsten, die so beliebte Koagulation der Teilchen ist ein Aspekt der Genese und nicht irgendwohin zu verlagern, wo sie nichts zu suchen hat.

Quellen? Wie steht's mit den Deinen ;) Die hab ich jetzt vermutlich schon benannt, oder?

Arbeiten zu feinsten Unterschieden innerhalb des Allerfeinsten gibt's in Ansätzen — von akademischem Interesse. Aber nicht geeignet, irgendeine Geschmacksrichtung an Dieselmotoremissionen anders zu entlasten als nach der Logik vom Zuckerbonbon ohne Fett oder Bratfett ohne Zucker.

Die Partikelgrößenverteilungen sind über erstaunlich unterschiedliche Einspritzungsgenerationen hinweg im Grundsatz praktisch erhalten geblieben. Und alles eben locker innerhalb von PM2.5, eigentlich sogar PM1.

Wenn Filter nennenswerte Schwächen noch haben müßten, wären sie nicht, wie sich vor zehn Jahren beim ersten Peugeot-FAP schon erwies, eben recht gleichmütig im gesamten Band wirksam und kämen auch einfach nicht auf die Wirkungen, die ausgezählt werden, oder umgekehrt eben Faktoren von zehntausend in den Partikelzahlen der ungefilterten Ausstöße.

Ich kann morgen mal nachsehen, was ich noch so hab, aber mein Lieblingsbildchen von den ersten größeren Auszählungen damals am Peugeot, das eigentlich alles sagt, sollte sogar noch hier herumfliegen.
Letzte Änderung: 10 Jahre 8 Monate her von moritz.

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