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THEMA: Markt-Titelgeschichte 7/2008

Aw: Markt-Titelgeschichte 7/2008 11 Jahre 10 Monate her #20772

  • ericstrip
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Herr W. aus M. schrieb:
Hhmmm,

also ich fahre Old-und Youngtimer aus allen möglichen Gründen, aber sicher nicht weil sie nützlich sind.

(Du darfst übrigens auch gerne Herr Statler zu mir sagen, "W" wie Waldorf heisst mein Kumpel.
Hohohohoho)

Grüssle,

uli

So, einmal kurz leicht Off Topic:

Jaaa - natürlich fahre ich den Trabi vor allem aus den üblichen Oldtimergründen. Ich mag halt 50er/60er-Jahre-Autos und mir gefällt auch dieses klassische Kleinwagenfahrgefühl. Zum Verhätscheln wird es, wenn ich irgendwann mal unverhofft zu Geld kommen sollte, eines Tages so etwas in der Richtung Lloyd 400, DKW Meisterklasse F89 oder Wartburg 311 geben, oder etwas Kleines aus Vorkriegstagen...

Da ich aber vor allem einen Zweitwagen für den Alltag brauche und auch für den nur sehr begrenzt Budget vorhanden ist, bin ich zwangsläufig wieder beim Trabi gelandet. Aus ähnlichen Gründen nämlich war damals kurz nach der Wende auch mein erstes Auto schon einer gewesen (als Westfale war ich da ja auch nicht weiter vorbelastet). 50er Jahre-Fahrgefühl, gute Zuverlässigkeit, gute Ersatzteilversorgung, trotz normaler Zulassung niedrigste Unterhaltskosten - und auch noch ein großer Kofferraum. Er macht halt Spaß, sieht nett aus und erfüllt nebenbei noch die Anforderungen, die der (notwendige) Zweitwagen bei uns leisten muß. Und er fühlt sich für mich dabei noch nicht einmal wie ein Kompromiß an.

Beste Grüße,
Nils :)
Letzte Änderung: 11 Jahre 10 Monate her von ericstrip.
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Aw: Markt-Titelgeschichte 7/2008 11 Jahre 10 Monate her #20775

  • RaiOrz
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Um beim O.T. zu bleiben:
Bei mir ist es so das es für mich (als Sebstrestaurier), neben meiner Leidenschaft zur Pflege und erhalt alter Dinge (nicht nur historischer Autos), auch rein witschaftlich keinen Sinn macht einen Alltags-(Neu oder Gebraucht)-Wagen zu fahren.

Die Fahrzeuge die mich interessieren (begonnen hatte ich mit 60er, dann 50er und heute 40er Jahre Autos) sind glücklicherweise keine hochpreisigen Spekulationsobjekte, sondern auch heute noch alltagstaugliche Autos jender Zeit. Und da ich, wie gesagt, selber restauriere, kaufe ich nur Fahzeuge im Zustand 4 oder schlechter.
Meine bisherige Einkaufspreisspanne lag daher zwischen 0,- (für vor der Presse gerettet) bis 5000,- Euro (mein Limit). Die Restauration kostete mir bisher nie mehr als mein Limit, so das ich zwischen 5 und 10tsd Euro einen voll alltagstauglichen Oldtimer bekomme. Wenn ich diesen Wagen dann nutze und im schlimmsten Fall alle 10 Jahre eine neue Komplettrestauration einreche, dann kostet mich der (theoretisch unendliche) Erhalt dieses Fahrzeuges maximal 500,- Eur/Jahr ohne das der Wert des Fahrzeuges sinkt.
Welcher Neuwagen/Gebrauchter kann da mithalten?

Und für die Leute die meinen ich würde historische Substanz durch Alltagsfahrten vernichten: Alle Teile die Verschleißen oder sonstwie leiden, hatte ich vorher in der Restauration sowieso erneuert. Außerdem nutze ich Fahrzeuge, die vor der Restauration teilweise selbst von Oldtimerbesitzern als unrettbar bezeichnet wurden. Hätte ich die Dinger nicht wiederaufgebaut, dann wären sie jetzt verschrottet oder als Teileträger geschlachtet.

Und was die Umweltbelastung betrifft: Technisch hätte ich sehr preiswerte Lösungen für (geregelte) Kats auch in richtig alten Oldtimern. Aber solange der Gesetzgeber diese Lösungen (ohne teures Einzelgutachten) sogar als unzulässige Umbauten, untersagt, werde ich diese bestimmt nicht einbauen. Das einzige was ich davon bisher erfolgreich im Fahrbetrieb einsetze ist ein Teil der selbstgebauten Steuerelektronik: Nämlich Lambdasonde plus geregelter Luftmischer zur optimalen Gemischregelung im ganzen Drehzahlbereich und damit zum Spritsparen.

Wer daran Interesse hat, bitte melden.

Rainer
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Aw: Markt-Titelgeschichte 7/2008 11 Jahre 10 Monate her #20776

Das erklärt, warum ihr beide diesen Artiekel so toll findet. Das muss wirklich runter wie Öl gehen!

Wenn ich ein altes Auto kaufe sehe ich zu dass ich den besten den es gibt bekomme. Die kosten zwar ein wenig mehr, aber lange nicht soviel wie aus einer runtergerittenen Möhre ein anständiges Auto zu machen.

Ausserdem muss ich dir Recht geben, Rai.
Wenn Oldtimerfahren verboten würden, wäre ich vermutlich F1 Fahrer geworden (um mal dein Gegenargument Nr.2 auf Seite 1 dieses Freds aufzugreifen).
Letzte Änderung: 11 Jahre 10 Monate her von Herr W. aus M..
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Aw: Markt-Titelgeschichte 7/2008 11 Jahre 10 Monate her #20777

Schlaumeier!

Was machst Du, wenn Dich ein ganz bestimmtes Modell interessiert, es aber so gut wie keine davon gibt, Restaurierte schon gar nicht?
Dann kann man nur Schrott kaufen und diesen möglichst originalgetreu wieder aufbauen. Oder darf man das nicht?
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Aw: Markt-Titelgeschichte 7/2008 11 Jahre 10 Monate her #20778

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Hallo Hurvinek,
warum so aggressiv? Ich denke ziemlich ähnlich wie Herr W aus M (schade kenne den Vornamen nicht; das Herr schafft so eine Distanz). Natürlich darf man auch Schrott möglichst originalgetreu wieder aufbauen. Doch vieles ist beim Schrott dann schon unrettbar verloren und es ist doppelt schwer oder gar unmöglich den Zustand wieder herzustellen, den man sich für sein Auto/Motorrad vorstellt. Daher fahre ich auch meine Oldies (BJ1937 bis 1977) nicht im Alltag. Da muß ein modernes Auto herhalten, da ich oft wichtige Termine habe, die auch auch einhalten muß und Insassensicherheit für mich auch sehr wichtig ist und 30 000km jährlich mit einem Oldtimer ist auch nicht gerade angenehm, zumal meine Familie auch zählt. Es wäre Schade für jeden Wagen der seine ersten 30 Jahre gut überstanden hat, ihn dann im Alltag zu verheizen. Denn ich möchte nicht meine Freizeit in Rostvorsorge/Pflege stecken. Da nütze ich lieber diese Zeit, um einen heruntergekommen Wagen mit guter Substanz wieder zu Glanz zu verhelfen und ihn dann pfleglich zu behandeln. D.h. bei schönem Wetter zum Sonntags-Ausflug, wo er und ich nicht gestresst sind und es auch die anderen Verkehrsteilnehmer etwas ruhiger angehen lassen.
Gruß
Josef
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Aw: Markt-Titelgeschichte 7/2008 11 Jahre 10 Monate her #20786

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JosefE schrieb:
Ich denke ziemlich ähnlich wie Herr W aus M (schade kenne den Vornamen nicht; das Herr schafft so eine Distanz).

Uli heißt er. :)
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Aw: Markt-Titelgeschichte 7/2008 11 Jahre 10 Monate her #20788

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JosefE schrieb:
Es wäre Schade für jeden Wagen der seine ersten 30 Jahre gut überstanden hat, ihn dann im Alltag zu verheizen.
Den Statz unterstreiche auch ich. Vielleicht desshalb weil ich keine Oldtimer besitze die tatsächlich die ersten 30 Jahre gut überstanden hatten. Ich habe sie als "Fast-Schrott" bekommen und das was ich, ...um Deinen Ausdruck zu verwenden..., "verheitze", ist nicht das historische Original, sondern meine durch die Restauration hergestellte "Nachbildung des Originals". (Abgesehen davon fahre ich die Autos in einer Weise die man sicher nicht mit dem Wort "verheitzen" bezeichen kann.

Eine 110er Heckflosse war meine erste, zugegeben nicht perfekte, Restauration. Aber es war auch der erste Oldtimer den ich privat und geschäftlich einsetzte. Mit diesem Wagen fuhr ich (auch bei Schnee und Eis) in 13 Jahren über 800tsd km bis ich mich nach einem Motorschaden entschloß ihn ein zweites mal zu restaurieren. Rost gab es übrigens nach der ganzen Zeit kaum und das komplette Zerlegen war daher eigentlich nicht nötig.

Rainer
Letzte Änderung: 11 Jahre 10 Monate her von RaiOrz.
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Aw: Markt-Titelgeschichte 7/2008 11 Jahre 10 Monate her #20791

Ich bin nicht agressiv.

Und natürlich verheize auch ich meine Oldtimer nicht im Alltag. Die physische Belastung des Fahrzeugs, dass heute im täglichen Verkehr "mitschwimmen" soll, vielleicht sogar mit stop-and-go-Phasen, ist einfach zu hoch.

Obwohl ich später, wenn der Z fertig ist, auch 'mal ins Büro oder auf die Baustelle damit fahren werde. Aber nur in Ausnahmefällen und bei schönem, aber nicht zu heissem Wetter.

Für meine Autobahn-Pendelei zwischen Luzern und Köln kauf' ich so alle ein, zwei Jahre ein 80er-Jahre Auto (z.Zt. Citroën BX) mit wenig km und für wenig Geld. Ich komme im Jahr auf ca. 60-70'000 km, da ist jeder Franken, den ich zuviel bezahle, rausgeworfenes Geld. Diese Autos kriegen Benzin, Öl, Wasser, Luft und (ganz selten) 'mal eine Wäsche. Bei der ersten grösseren Reparatur, die nicht mehr lohnt, weg damit, der Nächste bitte. Wahrscheinlich wird's ein Volvo 740.
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Aw: Markt-Titelgeschichte 7/2008 11 Jahre 10 Monate her #20792

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Hallo Rainer,
ich finde das auch ok, wenn jemand seinen Oldtimer mehr als nur zu Vergnügungsfahrten nutzt. Es ist nur nicht mein Ding. Ich kann da auch nicht über meinen Schatten springen. Ich kann mich über jeden neuen Kratzer, Steinschlag etc. furchtbar ärgern. Ich hatte mir letztes Jahr ein Motorrad gekauft in für seinem Alter recht guten Zustand. Doch irgendwie ist mir recht gut nicht gut genug und ich hab solange daran rumgemacht, bis ich es jetzt von grundauf neu aufbaue. Ok die Nockenwelle war auch ausgelutscht, aber das war nur der Grund den ich gesucht habe, um das Teil vollständig zu renovieren.
Gruß
Josef
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Aw: Markt-Titelgeschichte 7/2008 11 Jahre 10 Monate her #20797

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JosefE, das kenne ich auch: ...der erste Kratzer tut am meisten weh...
Aber das schlimmste was einem meiner Schätzchen passierte, passierte außgerechnet durch meine eigene Doofheit: Durch Fehlbedienung knallte mit ein 200kg schwerer Metallträger auf das Dach und Windschutzscheibe meines 1958er Mercedes. Okay, es war glücklicherweise kein PKW, sondern "nur" ein LKW, aber gerade für soetwas gibt es kaum noch Karosserieersatzteile. Versichert war das ganze, weil auf eigenem Gelände und LKW nicht angemeldet, übrigens auch nicht.

Seit diesem "Schlüsselerlebnis" bange ich nicht mehr um den ersten Kratzer, denn im Gegensatz zum LKW sind die anderen Oldtimer vollkaskoversichert.

Rainer
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