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THEMA: umweltzone in hamburg

umweltzone in hamburg 11 Jahre 2 Monate her #20426

eine umweltzone in hamburg war bisher kein thema, weil keine grenzwerte überschritten wurden.
nun soll sie doch kommen, weil die grünen das gerne hätten.
bisher dachte ich schon, das das die überschreitung der feinstaubwerte zur grundlage haben muss.
oder kann sich jetzt jedes dorf zur umweltzone erklären, wie es den regierenden gerade passt?
weit weg sind wir nicht mehr von der bananenrepublik.

(der artikel ist schon älter, ich habe es aber erst jetzt gefunden, bisher war ich der meinung, das eine
umweltzone in hamburg kein thema ist, bis mich ein kollege daraufhingewiesen hat)
http://www.abendblatt.de/daten/2008/04/19/871074.html

gruß, peter
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Aw: umweltzone in hamburg 11 Jahre 2 Monate her #20430

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cutlass schrieb:
bisher dachte ich schon, das das die überschreitung der feinstaubwerte zur grundlage haben muss.
oder kann sich jetzt jedes dorf zur umweltzone erklären, wie es den regierenden gerade passt?

Ja, jede Kommune darf ihr eigenes Süppchen kochen. Außerdem sagt niemand (auch nicht die EU!), daß Städte und Kommunen gemessenen Überschreitungen mit Fahrverbotszonen begegnen müssen... zumal inzwischen allgemein bekannt sein dürfte, daß diese ohnehin nichts bringen.

Aber wenn es dem gefühlten Umweltschutz der Anhänger dieser esoterischen Besserverdienendenpartei dient, dann müssen wir dafür wohl alle Verständnis haben. :angry:
weit weg sind wir nicht mehr von der bananenrepublik.

Ein wahres Wort, gelassen ausgesprochen.

Viele Grüße,
Nils
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Aw: umweltzone in hamburg 11 Jahre 2 Monate her #20437

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"Jeder Bürger hat durch die EU ein einklagbares Recht auf bessere Luft bei überschreitung der Feinstaubwerte." Dieses Zitat ging durch die Medien als ein Münchener Bürger, und gleichzeitig Günenpolitiker, vor Gericht zog und gewann.

Soweit sogut. Aber die Tatsache das die EU Feinstaubgrenzwerte festlegte, hat nichts, aber auch garnichts mit deutschen Umweltzonen zu tun, auch wenn Gegenteiliges immer wieder behauptet wird.

Die EU hat ihren Mitgliedsstaaten lediglich vorgeschrieben geeignete Maßnahmen zur Reduzierung der Feinstaubbelastung zu treffen.
Umweltzonen und Fahrverbote für NICHT feinstaubproduzierende Fahrzeuge sind aber eindeutig KEINE geeigneten Maßnahmen und selbst das Verbot aller Diesel-PKWs wäre keine geeignete Maßnahme, da der gesamte PKW Bestand nur einen unbedeutend kleinen Anteil zur Feinstaubbelastung beiträgt.

Daher dürften gerichtliche Klagen von Bürgen gegen Fahrverbote aufgrund der Feinstaubbelastung genauso erfolgreich sein wie die Klagen der Bürger gegen zu hoher Feinstaubbelastung.

Aber deutsche Politiker haben die EU Feinstaub Verordnung offensichtlich nie ernsthaft umsetzen wollen. Stattdessen haben sie diese als Vorwand genommen um den Neuwagenverkauf der deutschen Automobilindustrie auf heimtückische Weise und zu Lasten der Bürger anzukurbeln.
Die Umweltzonen wurden immer mit Verweis auf die EU Feinstaubgrenzen begründet, aber wenn man sieht welche Autos keine (grüne) Plakette bekommen, dann versteht man was der eigentliche Hintergrund war.

Doch anstatt einzusehen, bzw. zuzugeben, das man die EU politischen Vorgaben falsch verstanden, bzw. falsch Umgesetzt hat, zieht man die Umweltzonen auf biegen und brechen durch. Schließlich klingt es doch gut, wenn man vordergründig "irgend etwas für die Umwelt tut". Auch wenn es hintergründig der Umwelt sogar schadet (z.B. weil durch ein 6Liter-verbrauchendes Auto aufgrund des Fahrverbotes durch eine 10Liter Neuwagen ersetzt wird und die Umweltbelastung durch Herstellung des Neuen und Weiterfahrt des Alten im Nachbarland drastisch steigt)

Aber neben diesem heuchlerischem Umweltgetue gibt es einen weiteren Grund:

Der Verkauf von Umweltplaketten, sowie das kassieren von Bußgeldern, bringt Geld in die Kassen.
Und wenn alle vorherigen Gründe noch so zweifelhaft sein mögen, sobald es ums Geld geht, ziehen alle an einem Strang.

Eine Aussicht auf weniger Umweltzonen wird es daher nicht geben, eher die Aussicht auf eine große, , flächendeckende und bundesweite Umweltzone.

Rainer
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Aw: umweltzone in hamburg 11 Jahre 2 Monate her #20443

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RaiOrz schrieb:
Eine Aussicht auf weniger Umweltzonen wird es daher nicht geben, eher die Aussicht auf eine große, , flächendeckende und bundesweite Umweltzone.

Rainer

Sieht man's konvergieren? Auch in anderen Städte herrscht Unzufriedenheit: „Der Aufwand ist ungerechtfertigt. Besser wäre es, technische Verbesserungen für alle Fahrzeuge bundesweit zu fordern“, sagte der Ludwigsburger Bürgermeister Konrad Seigfried.
www.verkehrsrundschau.de/sixcms/detail.php?id=686267
Und das ist ein Zug, auf den endlich die IKM muß!
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Aw: umweltzone in hamburg 11 Jahre 2 Monate her #20445

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Euro-V der LKW als Plakat, Flyer und Transparent :)


aus: Nanoparticle-Emission of EURO 4 and EURO 5 HDV
Compared to EURO 3 With and Without DPF
SAE 2007-01-1112
Letzte Änderung: 11 Jahre 2 Monate her von moritz.
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Aw: umweltzone in hamburg 11 Jahre 2 Monate her #20448

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@Rainer: Zustimmung.

@Moritz: Interessanter Artikel, einzig Frau Gönner scheint es noch nicht ohne Gesichtsverlust möglich, aus der Sackgasse umzukehren.

moritz schrieb:
Auch in anderen Städte herrscht Unzufriedenheit: „Der Aufwand ist ungerechtfertigt. Besser wäre es, technische Verbesserungen für alle Fahrzeuge bundesweit zu fordern“, sagte der Ludwigsburger Bürgermeister Konrad Seigfried.
www.verkehrsrundschau.de/sixcms/detail.php?id=686267
Und das ist ein Zug, auf den endlich die IKM muß!

Und das heißt konkret?
Letzte Änderung: 11 Jahre 2 Monate her von ericstrip.
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Aw: umweltzone in hamburg 11 Jahre 2 Monate her #20452

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Daß das noch der Anfang ist. Bedeutet, daß es mit Überwindung des Kommunikationsdebakels "Feinstaub" konkret wird, da der ernste Hintergrund, vor dem unser PM10-Aktionismus spielt, sich noch nicht gleichzeitig mit ihm klärt. Bei Feinstpartikeln und Nanopartikeln, also PM2.5 + PM0.1 oder wie man es faßt, bleibt kein Schönreden und Kleinrechnen mehr. Seesalzspray, Steppensturmstäube und was noch so mit plakativen Massenanteilen (gleichzeitig gutteils harmlos) fliegt, steht dafür erst garnicht mehr zur Verfügung.

Minderungspotentiale werden nur besser deutlich, genauso neben Epidemiologie & Co(eigentlich sekundäre, aber) direkte Erfolgskontrolle, da Partikel aus Verbrennern und Öfen jedem noch in Tagesgangkurven sichtbar werden, anstatt in einem blödsinnigen PM10-Vordergrund aufzugehen.

Es wird um tatsächliche Entspannung gehen, und selbst wo nur Entlastungsangriffe einfallen
- sorgt 15 Jahre hinter dem Stand der Technik endlich für (echte) Partikelfilterung
- gebt uns saubere Kraftstoffe, setzt den Lieferverkehr auf DME, NG, LPG...
- ÖPNV (für Bolschewiken traditionell ein kostenloser :)..
-
-
wird es sich mehr und mehr um tatsächliche Entlastung drehen. "Ohne alles, bitte!" war nie eine Option, nur brauchen Autofahrer halt etwas länger.

Vgl.:


Letzte Änderung: 11 Jahre 2 Monate her von moritz.
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Aw: umweltzone in hamburg 11 Jahre 2 Monate her #20455

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Ähm, insbesonders zum thema LKW Verkehr eine Anmerkung am Rande:

Die NRW Landesregierung hatte letzte Woche über die Zukunft des LKW Verkehrs debattiert.

Dabei ging es mit keinem Wort um Eindämmung der Feinstaubbelastung. Auch nicht um Minderung des LKW Verkehrs an sich.

Ganz im Gegenteil.

Man berat darüber wie man der wachsenden Zahl der LKWs auf NRW´s Straßen in den nächsten Jahren gerecht werden würde.
Es wurden Zahlen mit einem Faktor von bis 10mal so viele LKW´s wie heut gehandelt und als mögliche Antwort wurde der Ausbau von Straßen besprochen. Ein Umleiten auf die Schiene wurde als "weltfremd" abgeschmettert.

Soweit zur tatsächlichen Einsicht unserer politiker

Rainer
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Aw: umweltzone in hamburg 11 Jahre 2 Monate her #20475

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@Moritz: Diese Grafik hat nur einen Fehler - der morgendliche Verkehr ist nicht der alleinige, ja nicht einmal der hauptsächliche Grund für den Anstieg der Werte am Morgen. Es ist vielmehr (im Sommer bei sonnigem Wetter) die morgens durch die Erwärmung des Bodens einsetzende Konvektion.- Die von den schwarzen Fahrbahnen erwärmte Luft steigt auf und nimmt den herumliegenden Feinstaub mit nach oben Richtung Meßstation. Daher ist auch bei trübem Wetter im Sommer kein derart hefitger tageszeitabhängiger Unterschied der Feinstaubbelastung feststellbar, im Winter sieht die Situation ohnehin anders aus, weil dann der Löwenanteil der Feinstaubbelastung durch Heizungsanlagen verursacht wird.
Grüße
Ralf
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Aw: umweltzone in hamburg 11 Jahre 2 Monate her #20477

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Alleinige Ursache, nun, das sollte nicht belegt werden. Klar springen morgens auch Heizungen an, werden Kraftwerke zugeschaltet und anderes. Allerdings wird sofort klar, daß sich keine Einwehungen so verhalten - eine der großen Ausreden quer durch die Apologien. Und Aufwirbelungen trennt man darin sicher auch nicht von Neuemissionen, aber auch sie entstehen nicht mit solchem Tagesgang durch Winde, zu allerletzt – morgens zwischen vier und sieben Uhr sind selbst im Juni die kältesten Stunden des Tages – (überhaupt) durch Aufwinde, mit Verlaub.
Ich glaube, Entlastung ist in in echter Entlastung zu suchen. Die Epidemiologen korrelieren auf ein paar Meter! die beobachteten Gesundheitsschädigungen mit Entfernungen zwischen Aufenthalt und nächster stark befahrener Straße in immer mehr Veröffentlichungen, die Intensivmedizin stellt Zusammenhänge längst sogar mit akuten Belastungen her – soll mich nicht überraschen, wenn demnächst Berater die Stundenpläne der Kliniken mit Hilfe der Trambahnpläne optimieren helfen :) – und Partikel wurden schon per Isotopenanalysen genauer zugeordnet...
Die angesprochene Frau Gönner liegt, und wäre es in völliger Ahnungslosigkeit, tatsächlich auch noch richtig mit ihrem Einwand. Und die Betrachtungen werden sich wandeln. Massenbetrachtungen sind out, PM10 ist out.
Letzte Änderung: 11 Jahre 2 Monate her von moritz.
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