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THEMA: Der Bürger schlägt zurück... - oder was jetzt unternommen werden kann.

03.05.2008 12 Jahre 1 Monat her #18978

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Der Bürger schlägt zurück... - oder was jetzt unternommen werden kann. 12 Jahre 1 Monat her #18975

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Guten Abend,

nachdem die Selbstzerfleischung nun hoffentlich beendet ist, sollten wir uns wieder dem eigentlichen Thema widmen.

Vor einigen Tagen fand ich in unserer Lokalzeitung folgendes über die neue Umweltzone in Frankfurt/Main:

<font color=\"Navy\">Frankfurt. Stadt richtet Umweltzone ein – Autos ohne Plakette verbannt

Frankfurt richtet im Oktober eine Umweltzone ein. Fahrzeuge ohne Abgasplakette werden dann aus der Stadt verbannt. Die Stadt habe sich mit dem Land auf das vorgehen geeinigt, sagte Wendelin Friedel, persönlicher Referent von Frankfurts Umweltdezernentin Manuela Rottmann (Grüne), am Donnerstag. Die Umweltzone soll die Fläche innerhalb des Autobahnrings mit der A5 im Westen, der A 3 im Süden und der A 661 im Norden und Osten umfassen. Innerhalb dieses Areals dürfen dann nur noch schadstoffarme Autos mit Plakette fahren.
</font>
Quelle: www.echo-online.de/suedhessen/template_detail.php3?id=599211

In der Printausgabe wurde die Behörde zitiert mit den Worten <font color=\"Navy\"> \"durch die Maßnahme wird eine Feinstaubreduzierung um 11% erwartet\"</font>.

Entweder handelt es sich hierbei um

1. eine bewußte Falschinformation der Bevölkerung oder

2. um Unwissen der zuständigen Dezernenten oder

3. um Unwissen meinerseits.

Treffen 1. oder 2. zu, dann hat der zuständige Dezernent (oder Dezernentin) seine Hausaufgaben nicht gemacht und ist m.E. für seine Position ungeeignet. Bei einem so wichtigen Thema und bei den weitreichenden Konsequenzen (und Kosten) einer solchen Maßnahme muß der Bürger erwarten können, daß sich die gewählten Volksvertreter hinreichend mit dem Thema auseinandersetzen und eine sachlich vertretbare Entscheidung treffen. Dies ist wohl nicht der Fall.

Frage an alle: ist das nicht ein Ansatzpunkt für die IKM? z.B. durch eine offizielle Anfrage bei der Stadt Frankfurt und um Information (oder Richtigstellung in) der Öffentlichkeit, z.B. in Form eines offenen Briefes in einer der großen Frankfurter Zeitungen (FAZ oder Rundschau), sachliche Information der Opposition, usw.?

Gibt es denn nicht schon Vergleichswerte (Meßwerte) Vorher/Nacher aus anderen Städten, mit denen \"11% Reduktion\" widerlegt werden kann?

Ich kann nicht glauben, daß in einer Weltstadt wie Frankfurt solch ein Unsinn ohne Konsequenzen veröffentlicht werden kann (es sei denn, ich liege völlig falsch und 3. trifft zu). Schließlich schreibt z.B. Ralf in einem anderen Beitrag, daß das Wetter mehr Einfluß auf die Feinstaubwerte hat als die Fahrverbote.

Gibt es entsprechende Fachliteratur, die diesbezüglich verteilt werden kann (sowohl an die Presse als auch an die Verantwortlichen)?

Schließlich hat der Bürger, der den ganzen Mist bezahlt, ein Recht auf korrekte Information.

Was meint ihr? Ansatzpunkt für die IKM?

Gruß Jörg



Beitrag geändert:22.04.08 21:49:05
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Der Bürger schlägt zurück... - oder was jetzt unternommen werden kann. 12 Jahre 1 Monat her #18976

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Es gibt noch eine Möglichkeit: Unverständnis auf Seiten des Journalisten, der die Zeilen verfasst hat. Möglich, daß der Dezernent erwähnt hat, daß eine Reduzierung der Feinstaubemissionen aus Autoabgasen um 11% erwartet wird.
Der Aktionsplan Frankfurt (http://www.hmulv.hessen.de/i...c511cd76137d997b2f09d) gibt bei einer Sperrung des Stadtgebietes für alle Diesel-Fahrzeuge ohne Partikelfilter eine Feinstaubreduzierung von 9% an - allerdingsbasiert das auf 5 - 8 Jahre altem Zahlenmaterial. Seitdem ist der Anteil der Heizungsanlagen im Winter gestiegen. Und eine Sperrung für alle Diesel-Fahrzeuge ohne Partikelfilter steht längst nicht mehr zur Diskussion.


Was andere Städte angeht: Nein, es gibt natürlich keine meßbaren Auswirkungen. Das war auch von vornherein klar, weil die wetterbedingten Schwankungen der Feinstaubbelastung -zig mal so hoch sind wie die unter optimistischsten Annahmen zu erwartenden Reduzierungen durch Verkehrsbeschränkungen. In Stuttgart kam man rechnerisch z.B. auf maximal 2% Feinstaubreduzierung, allerdings unter Annahme von Fahrverboten die weitreichender als die eingeführten sind.
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Weitere Quellen:

Frankfurter Umweltzone kommt zum 1. Oktober
Von Mechthild Harting
Quelle: www.faz.net
<font color=\"Navy\">(...) Nun wollen Stadt und Land auch in Frankfurt endgültig zum 1. Oktober eine Umweltzone einrichten (siehe Grafik). Dort dürfen dann nur noch Fahrzeuge mit relativ geringem Feinstaubausstoß unterwegs sein. Das sind zunächst alle, die über eine Feinstaubplakette verfügen, gleichgültig in welcher Farbe.

Die Frankfurter Umweltzone wird den Teil des Stadtgebiets umfassen, der von den Autobahnen umschlossen wird: im Süden durch die A 3, im Westen von der A 5 und im Osten von der A 661. Die Autobahnen selbst sind nicht Bestandteil der Zone. Diese umfasst eine Fläche von 110 Quadratkilometern. Nach Angaben von Umweltdezernentin Manuela Rottmann (Die Grünen) wird Frankfurt damit über die nach Stuttgart bundesweit größte Umweltzone verfügen. Stuttgart habe wegen seiner Kessellage „Stinker“ vom gesamten Stadtgebiet ausgeschlossen.

„Alte Fahrzeuge durch moderne, schadstoffarme ersetzen“

Für gut 19.000 der in der Stadt zugelassenen Fahrzeuge wird die Frankfurter Umweltzone tabu sein. Verkehrsdezernent Lutz Sikorski (Die Grünen) zufolge sind dies knapp fünf Prozent. Wie viele Pendler von dem Fahrverbot betroffen sein werden, darüber liegen Sikorski keine Zahlen vor. Er zeigte sich zuversichtlich, dass der Öffentliche Nahverkehr weitere Fahrgäste aufnehmen könne. Denn der Ausschluss von Fahrzeugen ohne Plakette ist nur die erste Stufe: Von 2010 an sollen nur noch Autos mit gelber und grüner Plakette einfahren dürfen und von 2012 an nur noch solche mit grünem Aufkleber. „Unser Ziel ist, dass alte Fahrzeuge durch moderne, schadstoffarme ersetzt werden“, sagte Rottmann.
(...)
Mit der Ankündigung, die Umweltzone zum 1. Oktober einzuführen, endet eine lange und für die Öffentlichkeit verwirrende Diskussion über dieses Thema, die in den vergangenen drei Jahren zwischen Stadt und Land geführt wurde. Schon 2005 war im Aktionsplan des Landes für Frankfurt eine solche Zone vorgeschlagen worden, als eine von sieben Maßnahmen zur Reduzierung der Feinstaubbelastung in Frankfurt. Zunächst war Ende 2005 ein Lastwagen-Durchfahrverbot auf einem Teilstück der Friedberger Landstraße und der Höhenstraße verhängt worden. Wie Rottmann mitteilte, wird das Fahrverbot durch die neue Umweltzone ersetzt. Es habe im übrigen nicht die Wirkung erbracht, die sich das Land als zuständige Instanz für die Luftreinhaltung im Ballungsraum erhofft hatte, so die Frankfurter Umweltdezernentin.

Feinstaubbelastung soll um zehn Prozent sinken

Eine besonders hohe Feinstaubbelastung war in den vergangenen Jahren vor allem von der Messstation an der Friedberger Landstraße registriert worden. Dort war der zulässige EU-Grenzwert, der eine Überschreitung des Tagesmittelwertes von 50 Mikrogramm Feinstaub je Kubikmeter Luft nur an 35 Tagen im Jahr erlaubt, immer wieder überschritten worden – zuletzt 2005 an 48 Tagen und 2006 sogar an 55 Tagen. 2007 wurden die Vorgaben der EU erstmals eingehalten. Rottmann ist jedoch der Ansicht, dass dies kein Zeichen einer dauerhaft veränderten Entwicklung sei. Um auf der „sicheren Seite“ zu sein, setze sie auf die Umweltzone in der jetzt angekündigten Größe, die nach den bisherigen Prognosen die Feinstaubbelastung in Frankfurt insgesamt um zehn Prozent verringern soll. „Damit könnten wir den Feinstaubgrenzwert auch an der Friedberger Landstraße einhalten“, sagte Rottmann. Um jedoch den von 2010 an geltenden Grenzwert für Stickstoffdioxid einzuhalten, der derzeit an allen drei Messstationen in der Stadt überschritten wird, müssen wir uns auf andere Mittel konzentrieren“.

</font>
Die Stadt Frankfurt gibt sich auf ihrer eigenen Homepage (http://www.frankfurt.de/sixc...l.php?id=2836&_ffmpar[_id_inhalt]=4173527) zur erwarteten Reduktion noch bedeckt:

\"Weitere Informationen folgen in Kürze\"

Gruß Jörg


Beitrag geändert:22.04.08 23:27:12
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03.05.2008 12 Jahre 3 Wochen her #18979

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Michael( VOLVO aG )

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