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THEMA: Das aktuelle Rundschreiben der Initiative (10/10)

Das aktuelle Rundschreiben der Initiative (10/10) 8 Jahre 8 Monate her #28317

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Parlamentskreis Automobiles Kulturgut / Rollendes Museum 2010

Am 05.10. tagte in Berlin der Parlamentskreis Automobiles Kulturgut, in welchem die Initiative Kulturgut Mobilität ebenfalls engagiert ist, und folgende Themen standen u.a. auf der Tagesordnung, neudeutsch Agenda genannt:

1. Besteuerung von Fahrzeugen mit kleinem Hubraum und H-Kennzeichen
2. Status der Einführung des Wechselkennzeichens
3. Verlängerung der HU-Fristen für Fahrzeuge mit H-Kennzeichen
4. Entwicklung des Fahrzeugbestandes von Oldtimern und Youngtimern

Viele Kleinwagen sind regulär angemeldet und regulär nach Hubraum besteuert, was bei einem Hubraum bis 700ccm günstiger als die Pauschalsteuer des H-Kennzeichens ist. Hier setzte sich Peter Schneider vom DEUVET dafür ein, die Kleinwagen mit H-Kennzeichen nach Hubraum zu versteuern, wenn die Hubraumsteuer unter der Pauschalsteuer von 191 EUR liegt. Diesem Ansinnen wurde seitens des Kreises nicht stattgegeben, da die augenblickliche Haushaltslage eine politische Brisanz in sich berge, die Besteuerung des H-Kennzeichens in den Fokus politischer Entscheidungsträger zu legen, da die Gelegenheit genutzt werden könnte, den pauschalen Steuersatz als Ganzes infrage zu stellen. Der DEUVET möchte dennoch das Thema weiter verfolgen, zumal Gespräche mit Christian Lindner (FDP) und Dagmar Enkelmann (Die Linke) Zustimmung für einen entsprechenden Antrag versprachen.

Zum Wechselkennzeichen hat Herr Dr.Scheuer (CSU) berichtet, daß die seit Februar dieses Jahres laufenden Gespräche mit dem Gesamtverband der Versicherer noch anhalten, das Wechselkennzeichen jedoch bereits in den Schriftsätzen des Kanzleramtes verankert sei. Der ursprüngliche Einführungstermin 01.01.2011 kann zwar vermutlich nicht eingehalten werden, doch eine Einführung zum Saisonanfang 2011 wäre denkbar. Angesichts der angespannten Haushaltslage konnte Herr Dr.Scheuer keine Aussagen zur Besteuerung des Wechselkennzeichens machen und ob es in diesem Zusammenhang zu Vergünstigungen kommt.

Der Verlängerung von HU-Fristen für Oldtimer auf fünf Jahre wurde aus Sicherheitsgründen, insbesondere durch die Prüforganisationen, eine klare Absage erteilt. Standschäden, verursacht durch längere Standzeiten, wie etwa bedingt durch die Winterpause, seien keine Seltenheit, so daß eine regelmäßige Überprüfung sinnvoll ist.

Der ADAC präsentierte eine Statistik, aus welcher eine Zunahme des Oldtimer-Bestandes zwischen 1995 und 2010 hervorgeht. So entwickelte sich der Gesamtbestand an Oldtimer-PKW und –Motorrädern zwischen 1995 und 2010 von 189000 auf knapp 600800 Einheiten. Dabei verlief die Entwicklung bei PKW im selben Zeitraum von 103900 auf 335400 (davon 188400 H-Kennzeichen) und bei den Motorrädern von 85100 auf 265400. Der Anteil aller Oldtimer-PKW und –Motorräder am Gesamtfahrzeugbestand stieg von 0,4% auf 1,32%. Einzeln betrachtet ergibt sich bei Oldtimer-PKW ein Anteil am PKW-Gesamtbestand von 0,21% in 1995, welcher 2010 auf 0,8% gestiegen ist und bei Oldtimer-Motorrädern weisen die Zahlen am Gesamtmotorradbestand einen Anstieg von 3,64% in 1995 auf 7,05% in 2010 aus. Bei den vorgenannten Zahlen ist allerdings zu beachten, daß sie alle Fahrzeuge mit einem Mindestalter von 30 Jahren ungeachtet von Kriterien wie Nutzung, Originalität, Zustand und Erhaltenswürdigkeit beinhalten. Die Zahl der Fahrzeuge, die die gesetzliche Oldtimerdefinition erfüllen, liegt erheblich niedriger, was leicht daran zu erkennen ist, daß nur etwa 1/3 der "Oldtimer" nach ADAC-Statistik ein H-Kennzeichen trägt.

Oldtimer einmal in Fahrt erleben und zwar mittendrin statt nur vom Straßenrand aus - während der Langen Nacht der Museen in München erfüllte sich dieser Traum für viele Automobilfans. "Einsteigen und Geschichte erleben" hieß das Motto des 2. Rollenden Museums München während der jährlichen Kultur-Veranstaltung "Lange Nacht der Museen".

85 Oldtimerfahrer waren mit ihren historischen Fahrzeugen aller Größen und Alters-Klassen trotz Regens auf den Hof des Deutschen Verkehrsmuseum gekommen.

Feierlich eröffnet wurde das 2. Rollende Museum München durch Schauspielerin Katerina Jacob, die mit Lebensgefährten Jochen Neumann mit zwei eigenen Oldtimern an den Start ging und bis gegen Mitternacht selbst Gäste mitnahm. Etwa 4500 Besucher hatten in dieser Nacht die Gelegenheit Historie und Kultur auf Rädern hautnah zu erleben. Unermüdlich pendelten die Oldtimer auf der Strecke zwischen dem Deutschen Verkehrsmuseum und dem Deutschen Museum.

Das Teilnehmerfeld war außergewöhnlich vielfältig: Vorkriegsautos, Wirtschaftswunder-Fahrzeuge, Luxus-Limousinen und Sportwagen bis zu Kult-Vertretern der 70er Jahre.

Ermuntert durch die außergewöhnliche Resonanz, wird das Team von Oldtimer-TV und die Initiative Kulturgut Mobilität auch 2011 wieder zum Rollenden Museum München aufrufen!

Sehen Sie hier den Film zum Rollenden Museum München.

Auch auf unserem Infoportal haben wir wieder einige Informationen für Sie bereitgestellt. So erfahren Sie in unserer Rubrik "Historische Mobilität" einiges über die Mercedes-Benz S-Klasse der Baureihe W116, Bauzeitraum 1972-1980, in unserer Bücherecke haben wir Ihnen die Rezension des Typenkompasses "MAN – Nutzfahrzeuge seit 1915" zur Verfügung gestellt und zu guter Letzt hat Ihnen unser Vorstandsmitglied und Oldtimeranwalt Michael Eckert etwas über die Vorsicht bei Auslandsüberweisungen zu erzählen.

Schauen Sie einfach mal rein, wir freuen uns auf Sie!

Herzliche Grüße aus Württemberg
Ihr
Mario De Rosa
stellvertretend für den Vorstand der Initiative
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