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Ikonen in Hellblau und Orange

In den Sechzigern und Siebzigen erlangten die auffälligen Farben des Sponsors Gulf Oil im internationalen Motorsport Kultstatus. Vierzig Jahre nach dem ersten orange-blauen Sieg in Le Mans legte Rennfahrer, Unternehmer und Gulf-Rennsportfan Roald F. Goethe 2008 den Grundstein für seine ROFGO Gulf Heritage Collection. Diese umfasst inzwischen rund vierzig Fahrzeuge aus der Rennsporthistorie des US-amerikanischen Ölriesen. In einer einzigartigen Sonderschau auf der RETRO CLASSICS STUTTGART® 2020 ist mehr als die Hälfte davon zu sehen.

„Wir sind stolz, unseren Besuchern, der Presse und der Fachwelt diese Ausstellung präsentieren zu dürfen“, sagt Karl-Ulrich Herrmann, geschäftsführender Gesellschafter der RETRO Messen GmbH. „In der Vergangenheit konnten bei internationalen Veranstaltungen zwar hin und wieder einige Exponate bewundert werden, doch eine derart umfassende Schau gab es bislang noch nie.“ Zum 20-Jahr-Jubiläum der RETRO CLASSICS®, der weltgrößten Messe für Fahrkultur, eröffnet die Ausstellung den Blick auf eine bewegte Motorsportgeschichte, die sich bis heute fortsetzt.

Fasziniert von den Erfolgen des Gulf-JW Automotive-Teams bei den Sportwagenweltmeisterschaften 1968 und 1969, sei er bereits in jungen Jahren „ein Fan fürs Leben“ geworden, erklärt Roald F. Goethe seine Sammelleidenschaft. „Diese Kollektion wurde zusammengestellt, um ein besonderes Erbe zu bewahren.“ Alles begann mit dem Kauf eines Ford GT40, eines Klassikers, der als Antwort Henry Ford II. auf die gescheiterte Übernahme des italienischen Autobauers Ferrari gilt.

Neben dem – im besten Wortsinne geschichtsträchtigen – Veteranen werden im Rahmen der Sonderschau viele weitere legendäre Rennwagen gezeigt, darunter ein von 2006 bis 2007 eingesetzter Aston Martin DBR9, ein Porsche 917 „K“ mit Kurzheck und schließlich auch das erste Fahrzeug, das je die orange-blaue Gulf-Lackierung trug: der von John Wyer und John Willment konstruierte Sportwagen-Prototyp Mirage M1, der beim Testwochenende von Le Mans im April 1967 mit David Piper und Richard Attwood am Steuer debütierte.